Bis ins Jahr 2017 BND-Umzug verzögert sich erneut

Eigentlich hat der BND zur Zeit schon genug Probleme: Ein Mitarbeiter steht im Verdacht, für die USA spioniert zu haben, der Fall ist noch nicht aufgeklärt. Nun kommen neue Verzögerungen beim Neubau hinzu.

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Hat der wegen US-Spionageverdachts im Gefängnis sitzende Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes doch größeren Schaden angerichtet? Quelle: dpa

Der vollständige Umzug des Bundesnachrichtendienstes (BND) in seine neue Berliner Zentrale verzögert sich noch einmal - nun bis ins Jahr 2017 hinein. Grund seien Probleme mit der technischen Ausstattung wie etwa mit Bewegungsmeldern und Sensoren, aber auch Probleme mit dem Lüftungssystem, wurde der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag ein entsprechender Bericht der „Bild am Sonntag“ bestätigt. Die Zeitung zitiert einen ungenannten BND-Mann mit den Worten: „Wir sind jetzt sieben Monate in Verzug.“ Der BND wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Nach mehrmaliger Verzögerung unter anderem wegen großer Probleme mit der Klimaanlage war der Bezug des Hauptgebäudes zuletzt bis Ende 2016 vorgesehen - erster Spatenstich für das derzeit größte Bauprojekt des Bundes war im Oktober 2006. Eine rund 170 Mitarbeiter starke Vorhut hatte Teile des Gebäudes im März bezogen. In der neuen Zentrale sollen rund 4000 Mitarbeiter arbeiten.

Ursprünglich sollte die neue BND-Zentrale 730 Millionen Euro kosten. Nach Pfusch am Bau, Umplanungen und Streit mit Firmen geht das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung mittlerweile von 912,4 Millionen Euro Baukosten aus. Der BND rechnet inklusive Umzug mit Gesamtkosten von 1,3 Milliarden Euro für den Standort Berlin.

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