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Brandenburg Matthias Platzeck tritt zurück

Brandenburgs Ministerpräsident steht nach Medienberichten vor dem Rücktritt. Der SPD-Politiker werde noch im Laufe des Tages seinen Rücktritt vom Amt des Regierungschefs und des SPD-Landesvorsitzenden ankündigen.

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Ein Kunde schiebt in Mainz in einem Rewe - Supermarkt fuer eine Fotoillustration einen Einkaufswagen durch eine Regalreihe. Quelle: dapd
Mit Einkaufstaschen gehen Konsumenten durch eine Fußgängerzone in Köln Quelle: dpa
Zwei Frauen sonnen sich am Mittwoch, 9. Mai 2001, vor dem Holstentor in Luebeck Quelle: AP
Menschen laufen am (10.06.2011) in der Königstraße in Stuttgart an Geschäften vorbei. Quelle: dpa
Passanten gehen auf der Zeil in Frankfurt am Main an einer Filiale der Schuhhandelskette Goertz vorbei. Quelle: dapd
Zahlreiche Passanten laufen durch die Fußgängerzone in München Quelle: dpa
Jungfernstieg an der Binnenalster in Hamgurgs Innenstadt Quelle: dpa/dpaweb

Das berichteten am Montag die "Berliner Morgenpost" und andere Blätter vorab. Dem "Tagesspiegel" zufolge will Platzeck sein Amt zum 28. August aufgeben. Nachfolger solle Innenminister Dietmar Woidke werden, der seinen Urlaub abbrach. Nach Angaben des Tagesspiegel soll der bisherige Fraktionschef Ralf Holzschuher neuer Innenminister werden. Die SPD in Potsdam bestätigte lediglich, dass für 17.00 Uhr eine gemeinsame Sitzung des Parteivorstandes und der Landtagsfraktion einberufen worden sei. Für 19 Uhr wurde eine Pressekonferenz mit Platzeck zu seiner politischen Zukunft angekündigt.
Der 59-jährige Platzeck hatte im Juni einen leichten Schlaganfall erlitten. An diesem Montag hatte er nach einem dreiwöchigen Urlaub seine Arbeit in der Staatskanzlei wiederaufgenommen. Sein Rücktritt hätte auch Bedeutung für den Berliner Großflughafen BER: Platzeck ist derzeit Vorsitzender des Aufsichtsrates. Es sind nicht die ersten Gesundheitsprobleme Platzecks. 2006 hatte er nach wenigen Monaten als SPD-Bundesvorsitzender seinen Rücktritt erklärt, begründet mit zwei Hörstürzen und einem Kreislauf-Kollaps.

Am ersten Arbeitstag von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) nach seiner Erkrankung sind SPD-Landesvorstand und -Fraktion in Potsdam überraschend zu einer gemeinsamen Sitzung einberufen worden. Zunächst war davon ausgegangen worden, dass er ohne Einschränkungen weitermacht. Nach einem dreiwöchigen Erholungsurlaub nahm Platzeck am Montag wieder die Amtsgeschäfte auf. Zuerst habe er Termine in Berlin, sagte Vize-Regierungssprecherin Gerlinde Krahnert.

Der frühere Umweltminister hatte 2002 das Amt des Ministerpräsidenten in Brandenburg von Manfred Stolpe übernommen. Bis 2009 stand er an der Spitze einer rot-schwarzen Koalition mit der CDU. Seitdem regiert er gemeinsam mit der Linken. 2006 war Platzeck kurzzeitig auch Vorsitzender der Bundes-SPD. Zwei Hörstürze und ein Zusammenbruch zwangen den Hoffnungsträger damals nach 146 Tagen zum Rückzug.

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