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Bremen-Wahl im Live-Ticker Knappe Mehrheit für Rot-Grün

Bremen hat ein neues Parlament gewählt. Die SPD verliert deutlich an Rückhalt, bleibt aber stärkste Kraft. Für Rot-Grün reichte es knapp. Auch die AfD musste lange zittern.

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+++ 13.28 Uhr +++

Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen tritt nach den Verlusten seiner SPD bei der Landtagswahl nicht wieder als Regierungschef an. Das teilte der Politiker am Montag in einer Erklärung mit.

+++ 12.15 Uhr +++

Die Landesvorsitzenden von SPD und Grünen haben noch kein klares Bekenntnis zur Fortsetzung ihrer Koalition abgelegt. Dieter Reinken (SPD) und Ralph Saxe (Grüne) sagten, sie wollten zunächst das endgültige Ergebnis abwarten und die Situation dann bewerten. „Zu Koalitionen werde ich heute keine Aussage machen“, sagte Reinken. Er ergänzte auf Nachfragen, dass neben der bestehenden rot-grünen Koalition aus seiner Sicht nur ein Bündnis mit der CDU infrage komme, nicht jedoch eine Dreierkoalition mit Grünen und Linken.


+++ 10.00 Uhr +++

Nach den herben Verlusten in Bremen kann die SPD auch bundesweit keinen Schwung generieren: Seit Monaten verharrt sie wie festgenagelt im Umfragekeller um die 25 Prozent. So bleibt als größter Sieger der Bremenwahl die FDP, die mit jedem Einzug in ein Landesparlament die Hoffnung auf ein bundespolitisches Comeback stärkt.


+++ 09.00 Uhr +++

Die CDU-Kandidatin Motschmann zu ihren 22 Prozent: "Wir haben gewonnen".

+++ 08.00 Uhr +++

Nach Ansicht des stellvertretenden FDP-Bundesvorsitzenden Wolfgang Kubicki hat seine Partei ihr gutes Abschneiden bei der Landtagswahl in Bremen maßgeblich der Spitzenkandidatin Lencke Steiner zu verdanken. "Dies ist ein Lenke-Steiner-Erfolg", sagte Kubicki bei Radio Bremen. Die 29-jährige parteilose Unternehmerin sei kompetent und eine authentische Person. "Man muss auch nicht schlecht aussehen, wenn man in der Politik ist", so Kubicki. Er werde sich persönlich dafür einsetzen, dass die bislang parteilose Spitzenkandidatin Mitglied der FDP werde.

+++ 07.25 Uhr +++

Böhrnsen zeigte sich überrascht von der Höhe der SPD-Verluste: „Es gab schönere Wahlabende, das ist ein bitterer für die Bremer SPD.“ Für die Grünen betonte Spitzenkandidatin Linnert: „Bremen braucht die Grünen.“

+++ 07.00 Uhr +++

Nach dem schlechtesten SPD-Ergebnis aller Bremer Bürgerschaftswahlen betreibt die Führung der Sozialdemokraten am Montag Ursachenforschung. Am Nachmittag tritt SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi in Berlin vor die Presse. Laut amtlicher Hochrechung des Landeswahlamts reichte es für SPD und Grüne am Sonntag für eine Mehrheit von 44 der insgesamt 83 Sitze in der Bürgerschaft. Bisher hatten beide zusammen eine Zwei-Drittel-Mehrheit.

+++ 06.45 Uhr +++

Bremens rot-grüne Regierung hat bei der Bürgerschaftswahl nach einer amtlichen Hochrechnung eine Mehrheit errungen. Dies teilte der Landeswahlleiter am Montagmorgen mit. Die beiden Parteien bekommen demnach 44 der 83 Sitze in der Bürgerschaft. CDU, Linke, FDP und AfD ziehen der Hochrechnung zufolge ebenfalls ins Parlament ein. Auch die rechtspopulistische Gruppierung „Bürger in Wut“ (BIW) holte demnach wieder ein Mandat. Die Hochrechnung beruht auf der Basis von 100 Prozent der Stimmzettel in Bremerhaven und 89 Prozent in Bremen. Das vorläufige Endergebnis wird erst für Mittwoch erwartet.

+++ 23:05 Uhr +++

Laut Hochrechnung von 22:46 Uhr kommt die AfD auf 5,0 Prozent der Stimmen, Rot-Grün hat eine hauchdünne Mehrheit.

+++ 22:44 Uhr +++

Inzwischen sind 63 von 458 Wahlbezirke ausgewertet. Der Trend verfestigt sich weiter: SPD bei 33-34 Prozent, FDP und AfD mit je knapp sechs Prozent wohl im Parlament.

+++ 22:17 Uhr +++

Die Auszählung nach der Bürgerschaftswahl in Bremen verzögert sich wegen eines Stromausfalls. Das sagte Landeswahlleiter Jürgen Wayand der Deutschen Presse-Agentur. Die Stromversorgung sei inzwischen wiederhergestellt. Mit einer amtlichen Hochrechnung sei etwa um 23.00 Uhr zu rechnen.

+++ 21:59 Uhr +++

Die SPD hat die Bürgerschaftswahl in Bremen gewonnen, muss aber um die Fortsetzung ihrer Koalition mit den Grünen bangen. Die SPD rutscht laut erster ZDF-Hochrechnung von 21.45 Uhr auf 33,0 Prozent ab, die Grünen kommen nur auf 14,7 Prozent. Dagegen verbessert sich die CDU auf 22,4 Prozent, die Linken legen deutlich auf 9,9 Prozent zu. Während die FDP 6,5 Prozent erreicht, muss die AfD mit 5,2 Prozent noch um den Einzug in das Landesparlament bangen.

Die FDP feiert, SPD und Grüne schmollen
Wahllokal in Bremen Quelle: dpa
Lencke Steiner, Spitzenkandidatin der Bremer FDP, jubelt bei der Wahlparty der FDP über ihr Ergebnis in der Bürgerschaftswahl in Bremen. Nach der ersten Hochrechnung werden die Freien Demokraten nach vierjähriger Abstinenz wieder in die Bremische Bürgerschaft einziehen. Nach ersten Prognosen kommt die FDP auf 6,5 Prozent. Quelle: dpa
Weniger Grund zur Freude hat Karoline Linnert (r, Grüne). Nach Bekanntgabe der vorläufigen Wahlergebnisse kommen die Grünen nur auf 14,5 Prozent der Stimmen und damit auf 13 Sitze. Mit den 30 Sitzen der SPD könnte es nach wie vor eine sehr knappe Mehrheit geben – dafür braucht es 42 Sitze. Quelle: dpa
Auch die Besucher der Wahlparty der SPD hatten wenig Grund zur Freude. Die SPD hat 33 Prozent erreicht und damit massiv eingebüßt. Trotzdem dürfte es weiter für die rot-grüne Mehrheit reichen – auch wenn CDU-Mitglieder das anzweifeln. Fest steht allerdings: Die SPD hat das schlechteste Ergebnis seit 1945 in Bremen eingefahren. Quelle: dpa
Fest steht allerdings auch: Die SPD hat das schlechteste Ergebnis seit 1945 in Bremen eingefahren. Entsprechend schockiert schauen die Mitglieder. Quelle: dpa
Dementsprechend spricht auch SPD-Spitzenmann Jens Böhrnsen von einer "bitteren" Wahl. "Wir hatten schon schönere Wahlabende", sagt er. "Es sind heftige Verluste, die uns eine Aufforderung bringen: Genau zu fragen, woran hat es gelegen." Quelle: REUTERS
Der Kandidat der Alternative für Deutschland (AfD), Piet Leidreiter, hat dagegen Grund zu feiern: Laut ersten Prognosen kommt die AfD auf 5,2 Prozent und zieht damit in die Bürgerschaft ein. Quelle: dpa

+++ 21:42 Uhr +++

Bislang hat die Stadt Bremen 16 von 458 Wahlbezirke ausgezählt. Demnach bestätigen sich die Prognosen. SPD bei rund 33 Prozent, Grüne bei 15, CDU bei 27, FDP und AfD über 5 Prozent.

+++ 20:35 Uhr +++

Laut einer am Abend aktualisierten Wählerbefragung der ARD von 20.00 Uhr kommt die seit 1946 in der Hansestadt ununterbrochen regierende SPD auf 32,7 Prozent (ZDF 18.00 Uhr: 33 Prozent). Die CDU wird laut zweiter ARD-Prognose mit einem leichten Zuwachs auf 22,8 Prozent zweitstärkste Kraft, gefolgt von den Grünen mit 15,4 Prozent. Die Linke holt 9,6 Prozent. Die FDP schafft mit 6,6 Prozent die Rückkehr in die Bürgerschaft. Die rechtspopulistische AfD erzielt laut ARD 5,0 Prozent. Die Bürger in Wut (BiW) erreichen 3,1 Prozent, ziehen wegen einer Sonderregelung im Zwei-Städte-Land Bremen/Bremerhaven aber wohl dennoch ins Parlament ein.

+++ 20.23 Uhr +++

Nach dem Wahlerfolg der FDP will die bislang parteilose Spitzenkandidatin Lencke Steiner Mitglied der Liberalen werden. Sie werde ihren Antrag gleich abgeben, sagte die 29-Jährige bei Radio Bremen. Zur Begründung, warum sie diesen Schritt nicht vor der Wahl vollzogen habe, sagte Steiner: „Ich hatte gehofft, dass man mehr Menschen abholen kann, wenn man für Inhalte steht und nicht für Parteien.“ Nun freue sie sich auf die Arbeit als Fraktionsvorsitzende.

+++ 19.40 Uhr +++

Angesichts des schlechten Abschneidens der SPD bei der Landtagswahl in Bremen hat Fraktionschef Björn Tschöpe eine Personaldebatte um Bürgermeister Jens Böhrnsen abgelehnt. „Es war nicht falsch, auf Jens Böhrnsen zu setzen. Eine Diskussion um den Spitzenkandidaten sehe ich in der SPD nicht,“ sagte Tschöpe bei Radio Bremen.

+++ 19.22 Uhr +++

Bremens SPD-Regierungschef Jens Böhrnsen hat sich nach dem schwachen Abschneiden der rot-grünen Koalitionspartner bei der Landtagswahl gegen ein Dreierbündnis mit der Linkspartei ausgesprochen. „Das ist keine Option“, sagte Bremens amtierender Bürgermeister am Sonntagabend auf eine entsprechende Frage.


+++ 19.08 Uhr +++

Die Linken-Spitzenkandidatin, Kristina Vogt, will nicht Steigbügelhalterin für Rot-Grün sein. Die Mehrheit sei allerdings nur hauchdünn, deswegen wolle sie Rot-Rot-Grün nicht ausschließen.

+++ 19:05 Uhr +++

Karoline Linnert will das Ergebnis nicht schön reden. "Trotzdem gibt es sehr viele Menschen, die auf uns gesetzt haben."

+++ 19:03 Uhr +++

SPD verliert mit 33,0 Prozent 5,6 Prozentpunkte, die Grüne mit hat 14,5 Prozent acht Prozent verloren. Feiern kann die FDP: sie hat 4,1 Prozentpunkte zugelegt und kommt auf 5,2 Prozent.

+++ 18:58 Uhr +++

Jens Böhrnsen: "In diesem Umfang Verluste hinzunehmen ist für uns doch überraschend." Er betont aber, dass die SPD einen Regierungsauftrag habe.

+++ 18:54 Uhr +++

"Wir hatten schon schönere Wahlabende", sagt SPD-Spitzenkandidat Jens Böhrnsen zu seinen Anhängern. Er spricht von einem "bitteren" Wahlabend. Nach den Umfragen hatte die SPD mit einem besseren Ergebnis gerechnet. "Es sind heftige Verluste, die uns eine Aufforderung bringen: Genau zu fragen, woran hat es gelegen."

+++ 18:44 Uhr +++

Neben der FDP kann sich auch die AfD als Sieger fühlen, sollte sie - und darauf deuten die ersten Prognosen hin - in die Bremische Bürgerschaft einziehen. Dann wäre die Partei trotz der internen Querelen im Westen angekommen.

+++ 18:29 Uhr +++

FDP-Vorsitzender Christian Lindner sagt, das Ergebnis zeige, dass der Erfolg in Hamburg kein Zufall war. Lencke Steiner verkörpere, wofür die "neue" FDP stehe. Thematisch wolle die FDP auf Kurs bleiben: Sie wolle weiter auf den liberalen Kompass setzen und in Baden-Württemberg nachziehen. Dort wolle die FDP mit "erfahrenen, männlichen" Politikern antreten, wie Lindner betonte.

Die FDP kehrt zurück in die Bremer Bürgerschaft
Für die FDP war 2014 ein hartes Jahr. Nachdem die Liberalen 2013 aus dem Bundestag flogen, ging es mit jeder Wahl weiter bergab. Die Thüringen-Wahl sollte den Umbruch bringen – brachte sie aber nicht. Es gelang der FDP nicht die Wähler anzusprechen. Das Ergebnis: Sie flog aus dem Landtag. Im Anschluss machte sich Ratlosigkeit und Hoffnungslosigkeit breit. Quelle: dpa
Am selben Tag flog die FDP auch aus dem Brandenburger Landtag. Mit dem selbstironischen Slogan „Keine Sau braucht die FDP“ versuchten die Liberalen für sich zu werben. Vergeblich. Die FDP verabschiedete sich aus dem dritten Landtag in Folge. Der FDP-Chef Christian Lindner hatte jetzt einen klaren Auftrag: Neue Themen setzen, neue Köpfe etablieren und den Fall der Partei in die Nichtigkeit abzuwenden. Quelle: dpa
Den Aufbruch wollte der FDP-Parteivorsitzende Christian Lindner im Stuttgarter Opernhaus beim traditionellen Dreikönigstreffen der Partei einläuten. Die FDP präsentierte sich mit einem neuen Logo und neuen Farben und wollte sich als neue Partei verkaufen. Quelle: dpa
Für Aufsehen sorgte Lindner mit seiner Wutrede im nordrhein-westfälischen Landtag. Nachdem ihn SPD-Mann Volker Münchow mit einem Zwischenruf unterbrach, lederte Lindner los: Mit ihm, dem FDP-Bundesvorsitzenden, könne Münchow das machen. "Aber welchen Eindruck macht so ein dümmlicher Zwischenruf wie Ihrer auf irgendeinen gründungswilligen jungen Menschen?", fragt Lindner. "Was ist das für ein Eindruck?" Die Frage, glaubt Lindner wohl, beantwortet sich von selbst. Der Rede wurde zum Internet-Hit. Quelle: dpa
Zum Viralhit wurde auch die Kampagne der Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding (m.). In Anlehnung an die Hollywood-Heldinnen „Drei Engel für Charlie“ ließ sich die Politikerin mit ihren Parteifreundinnen, der Bremer FDP-Spitzenkandidatin Lencke Steiner (l.) und FDP-Generalsekretärin Nicola Beer für das Promi-Magazin „Gala“ in Szene setzen. Die Kampagne erntete viel Hohn – allerdings dürfte das Suding jetzt egal sein. Quelle: dpa
Denn Suding hat in Hamburg gepunktet und den Abstieg der Partei verhindert. „Das Wahlergebnis ist ein Erfolg der ganzen FDP“, verkündet sie via Twitter. Mit sieben Prozent der Stimmen ist die FDP sicher in der Bürgerschaft. Damit haben die Liberalen erstmals seit der desaströsen Bundestagswahl 2013 den Sprung in ein Landesparlament geschafft. In der FDP herrscht wieder Aufbruchsstimmung. Quelle: dpa
Diese gute Stimmung hat sich nach der Bremen-Wahl verfestigt. Die FDP holte nach ersten Prognose 6,5 Prozent der Stimmen - mehr als zuvor erwartet. Christian Lindner zeigte sich erleichtert: "Der Erfolg in Hamburg war kein Zufallsergebnis." Quelle: dpa

+++ 18:24 Uhr +++

SPD-Mitglieder sprechen auf der Wahlparty von einem "ziemlichen Schock". Jens Böhrnsen, der SPD-Spitzenkandidat, wollte eigentlich schon längst zu seinen Mitgliedern sprechen – hält sich aber vorerst bedeckt.

+++ 18:22 Uhr +++

Nach acht Jahren Rot-Grün bewerten die Bürger die Politik schwächer als noch in der vergangenen Legislaturperiode. 80 Prozent der Bürger sagen, die Schere zwischen Arm und Reich sei weiter auseinander gegangen – für eine SPD-Regierung ein überaus schlechtes Zeugnis.

+++ 18:19 Uhr +++

Die CDU-Spitzenkandidatin Elisabeth Motschmann spricht vor ihren Anhängern von einem Wahlerfolg. Die Wahlziele seien erreicht worden, sagt sie – de facto hat die CDU kaum besser abgeschnitten als 2011. Nach ihren Informationen habe es "fast oder ganz geklappt", Rot-Grün zu knacken. Die CDU hofft, mitreagieren zu können. Bis dato durfte die CDU nur drei Legislaturperioden mit der SPD regieren. Laut Prognose hat Rot-Grün allerdings nach wie vor eine hauchdünne Mehrheit.

+++ 18:15 Uhr +++

Die Grünen-Vorsitzende Simone Peter geht ebenfalls davon aus, dass Rot-Grün weiterregieren wird.

+++ 18:09 Uhr +++

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi sagt, die SPD sei froh und glücklich darüber, dass die SPD nach 70 Jahren weiter in Bremen regiere. Sie geht von einer rot-grünen Koalition aus. Die niedrige Wahlbeteiligung bereitet ihr allerdings Sorge. Zumal diese oft zulasten der SPD-Ergebnisse gehe.

Kein vorläufiges amtliches Endergebnis

+++ 18:07 Uhr +++

Die CDU hat ihr Wahlziel erreicht, wieder Platz zwei zu erringen. Allerdings wäre in Anbetracht der Schwäche der SPD mehr drin gewesen. Die Stimmung bei der CDU-Wahlparty ist gut. Sie freuten sich über das Ergebnis der SPD – obwohl sie Rot-Grün wohl nicht von der Macht abhalten kann.

+++ 18:05 Uhr +++

Die FDP spricht von einer "Sensation". Sie holt 6,5 Prozent der Stimmen. Die parteilose Spitzenkandidatin Lencke Steiner lässt sich von den Anhängern feiern.

Was man über die Bremen-Wahl wissen sollte

+++ 18:04 Uhr +++

Laut der ersten Prognose kommt die SPD auf 30 Sitze, die Grünen holen 13 Sitze. Für die absolute Mehrheit reichen 42 Sitze.

+++ 18:00 Uhr +++

Die SPD kommt auf 33 Prozent und erhält damit 30 Sitze, die Grünen erhalten 14,5 Prozent der Stimmen und damit 13 Sitze. Die CDU kommt auf 22 Prozent. Die Linke kommt auf zehn Prozent, die FDP auf 6,5 Prozent und die AfD auf 5,2 Prozent.

+++ 17:54 Uhr +++

Nach der Wahl in Bremen gibt es in diesem Jahr keine weiteren Landtagswahlen mehr. Als nächstes wird am 13. März 2016 in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz gewählt.

+++ 17:43 Uhr +++

Es ist möglich, dass eine Partei Abgeordnetensitze gewinnt, obwohl sie beim landesweiten Wahlergebnis die Fünfprozentklausel verpasst, denn die Fünfprozentklausel gilt in Bremen und in Bremerhaven getrennt. In Bremerhaven treten elf Parteien und Wählervereinigungen an, in Bremen sind es zehn mit insgesamt 303 Kandidaten.

+++ 17:24 Uhr +++

Eine schnelle Entscheidung wird es trotz der klaren Prognosen nicht geben. Anders als bei allen anderen Landtags- und Bundestagswahlen - wird es in der Nacht kein vorläufiges amtliches Endergebnis geben. Stattdessen hat der Landeswahlleiter für 21.30 Uhr eine erste Hochrechnung in Aussicht gestellt. Die Hochrechnungen werden dann laufend aktualisiert, bis gegen Mitternacht eine Stichprobe mit 53 von 352 Wahllokalen und 17 von 111 Briefwahlbezirken in der Stadt Bremen ermittelt ist. Bis dahin sollen auch alle 74 Urnen- und 20 Briefwahlbezirke in der Stadt Bremerhaven ausgezählt sein.

Insgesamt müssen im Land Bremen 426 Urnen- und 131 Briefwahlbezirke ausgezählt werden - das wird bis Mittwoch dauern. Dann will das Statistische Landesamt das vorläufige Endergebnis veröffentlichen. Doch warum dauert es in Bremen so lang, bis ein Ergebnis vorliegt? Das Wahlamt nennt zwei Gründe: Zum einen sei das Wahlrecht kompliziert, weil jeder der rund 500.000 Wahlberechtigten fünf Stimmen vergeben kann. Zum anderen werde zentral im Wahlamt ausgezählt. Wegen der begrenzten Zahl an verfügbaren Mitarbeitern sei es nicht möglich, die Stimmzettel dezentral auszuwerten.

So steht Bremen wirtschaftlich da

+++ 17:15 Uhr +++

Chancen auf die Regierungsmehrheit hat die CDU nicht. Für sie geht es darum, den zweiten Platz hinter der SPD zu erobern, den bei der letzten Wahl die Grünen geholt haben.

+++ 16:42 Uhr +++

Sowohl Bremen als auch Bremerhaven haben mit vielen Problemen zu kämpfen: Neben der Verschuldung ist vor allem die Langzeitarbeitslosigkeit ein Problem, das die Regierung nur schwer in den Griff bekommt. Auch bei der Bildung belegt Bremen hintere Plätze. Nirgendwo sind mehr Kinder arm. Kein Bundesland hat höhere Schulden pro Kopf. Selbst beim Wirtschaftswachstum verliert Bremen gerade den Anschluss. Bremerhaven ist dabei jeweils noch ärmer als Bremen, hat eine höhere Kriminalitätsrate und eine noch niedrigere Wahlbeteiligung. Die Parteien haben im Wahlkampf um Wege aus der Krise gestritten. Rot-Grün will den schwierigen Spagat hinbekommen und die Verschuldung stoppen und gleichzeitig die Wirtschaft anzukurbeln. Die Linke kritisiert die Sparpolitik.

Prominente Wahlkämpfer an der Weser

+++16:25 Uhr +++

Neben der Landtagswahl in Hamburg ist die Abstimmung in Bremen die einzige in diesem Jahr - das erhöht natürlich auch die mediale Aufmerksamkeit. Politische Folgen für die Bundestagswahl werden sich aber nicht ergeben.

+++ 15.50 Uhr +++

Die Landtagswahl in Bremen ist äußerst schleppend angelaufen. Bis 14 Uhr hatten erst 23,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Das waren deutlich weniger als zum gleichen Zeitpunkt vor vier Jahren (30,0 Prozent). Es kündigt sich ein neuer Tiefststand an.

+++ 14.58 Uhr +++

Der letzten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zufolge kommt Böhrnsens SPD auf 36 Prozent. Die Grünen erhalten der Erhebung zufolge 15 Prozent, das wäre deutlich unter ihrem Traumergebnis von 22,5 Prozent vor vier Jahren. Für die CDU sehen die Meinungsforscher voraus, dass sie diesmal mit 23 Prozent wieder zweitstärkste Kraft werden (2011: 20,4 Prozent). Die FDP kann laut Umfrage in die Bürgerschaft einziehen. Der Linkspartei gelingt laut Umfragen der Wiedereinzug in den Landtag. Für die erstmals in Bremen antretende euro-kritische AfD steht der Einzug in die Bürgerschaft mit 5,0 Prozent dagegen auf der Kippe.

+++ 14:25 Uhr +++

+++ 13:55 Uhr +++

Die Wahlbeteiligung lag rund vier Stunden nach Öffnung der Wahllokale bei nur 14,2 Prozent und damit deutlich niedriger als vor vier Jahren, wie die Landeswahlleitung am Sonntag mitteilte. Damals hatten zum selben Zeitpunkt schon 20,6 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. 2011 war die Wahlbeteiligung im kleinsten deutschen Bundesland mit 55,5 Prozent aber bereits so niedrig wie nie zuvor gewesen.

+++ 13.22 Uhr +++

Die Städte Bremen und Bremerhaven bilden getrennte Wahlbereiche - mit einer Besonderheit: Wenn eine Partei in Bremen an der 5-Prozent-Hürde scheitert, kann sie trotzdem in die Bürgerschaft einziehen, solange sie in Bremerhaven über die Hürde kommt. Außerdem senkte Bremen 2011 als erstes Bundesland das aktive Wahlrecht auf 16 Jahre ab.

+++ 13.02 Uhr +++

Der Stadtstaat ist mit 20 Milliarden Euro hoch verschuldet – wöchentlich kommen 8,2 Millionen Euro hinzu. Das muss sich ändern, denn ab 2020 gilt die Schuldenbremse und die finanzielle Unabhängigkeit des Stadt-Staates steht auf der Kippe.

Die großen Grundsatzprogramme der SPD

+++ 12.30 Uhr +++

Nur noch wenige Stunden bleiben den Parteien in Bremen, um die Wähler von sich zu überzeugen. Neben SPD-Parteichef Gabriel kam am Freitag auch Linksfraktionschef Gregor Gysi ins kleinste Bundesland. „Die größte Gefahr ist, wenn Menschen glauben, die Wahlen seien gewonnen“, rief Gabriel den SPD-Anhängern am Freitag im Bremer Musical-Theater zu. Wahlen seien erst gewonnen, wenn am Ende der Auszählung genug Stimmen da seien. Die SPD und Bürgermeister Jens Böhrnsen seien die Garanten für ein wirtschaftlich erfolgreiches und sozial gerechtes Bremen. Gysi fordert die volle Offenlegung der Zusammenarbeit zwischen dem Bundesnachrichtendienst (BND) und der NSA. „Dieser BND/NSA-Skandal muss vollends aufgeklärt werden“, verlangte er. „Und dann müssen die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden.“ Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel war als Wahlkampfhelferin in Bremen unterwegs.

+++ 12.10 Uhr +++

Er zählt zu den Ministerpräsidenten, die nicht immer sofort erkannt werden: Jens Böhrnsen. Dabei ist er seit zehn Jahren der Ministerpräsident von Bremen - und damit auch dienstältester Regierungschef. Verbindlich im Ton, entschieden beim Kampf um die Sache und trittsicher auf allen Ebenen. Nach dem überraschenden Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler im Jahr 2010 fand sich Böhrnsen als Bundesratspräsident vorübergehend im höchsten Staatsamt wieder und bekam für seinen Einsatz viel Lob. Eines der größten Defizite der Bremer Gesellschaft ist gleichzeitig Böhrnsens wichtigstes Anliegen: der soziale Zusammenhalt. Es bedrückt ihn spürbar, dass Bremen den höchsten Anteil armer Kinder in Deutschland hat.

+++ 11.50 Uhr +++

In keinem anderen Land ist die Schere zwischen Arm und Reich so groß wie in Bremen: Der Schuldenanteil pro Kopf beträgt 31.300 Euro. Fast ein Viertel der Bevölkerung ist armutsgefährdet, rund sieben Prozent der Bürger gelten mit 3000 Euro im Monat, die zur Verfügung stehen, als reich.

Diese Politiker kämpfen um die Gunst der Bremer
Hanseat, Bremer hieß es auf seinen Wahlplakaten Quelle: dpa
Elisabeth Motschmann (CDU) Die CDU-Spitzenkandidatin kann die Wahl nicht gewinnen. Doch davon lässt sie sich nicht abschrecken. Mit guter Laune und viel Ehrgeiz kämpft die 62-Jährige für ein gutes Abschneiden. Sie hofft, den Grünen als Koalitionspartner der SPD den Rang ablaufen zu können. Seit 1976 ist Motschmann in der CDU, saß in der Bürgerschaft und ist jetzt Bundestagsabgeordnete in Berlin. In der Vergangenheit ist sie mit konservativ-christlichen Positionen aufgefallen, hat diese aber nach eigenen Angaben zum Teil überdacht. Quelle: dpa
Lencke Steiner (FDP) Wirtschaftliche Kompetenz, ein neues Gesicht und ein Hauch Glamour - soll will sie die FDP in Bremen wieder in den Landtag bringen. Die 29-Jährige ist Chefin eines Familienunternehmens und Vorsitzende des Verbandes „Die Jungen Unternehmer“, aber kein Parteimitglied. Die TV-Show „Die Höhle des Löwen“, wo sie als Jury-Mitglied über Geschäftsideen von Firmengründern entschied, machte sie bundesweit bekannt. Gemeinsam mit ihren Parteikolleginnen Katja Suding und Nicola Beer posierte sie in der „Gala“ als sexy Actionheldin, angelehnt an die Serie „Drei Engel für Charlie“. Quelle: dpa
Karoline Linnert (Bündnis 90 / Die Grünen) Die Spitzenkandidatin der Grünen hat Ausdauer. Seit acht Jahren ist sie Finanzsenatorin im hoch verschuldeten Bremen - keiner ihrer Vorgänger hat es so lange im Amt ausgehalten. Mit ihrer Sparpolitik macht sich die 56-Jährige nicht immer Freunde. Trotzdem ist sie Überzeugungstäterin. Seit 1980 ist sie bei den Grünen, seit 1991 sitzt sie in der Bürgerschaft. Nun will sie vier weitere Jahre auf einen ausgeglichenen Haushalt hinarbeiten. Quelle: dpa
Kristina Vogt (Die Linke)Mit ihr setzt die Linke auf Beständigkeit. Die 49-Jährige war schon bei der Wahl 2011 Spitzenkandidatin. Seither führt sie die Linksfraktion im Landtag. Die gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte will vor allem die ärmeren Stadtteile in Bremen stärken und kritisiert den von Rot-Grün verordneten Sparzwang. Quelle: dpa
Christian Schäfer (AfD)Der Innenarchitekt ist der Spitzenmann der Alternative für Deutschland (AfD). Der 51-Jährige stammt ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen. Denkverbote und Ideologien lehnt er eigenen Angaben nach ab. Sein Motto: Bewährtes immer wieder infrage stellen und ungewohnte Lösungen in Betracht ziehen.
Martin Korol (Bürger in Wut, BIW)Die Wählervereinigung Bürger in Wut (BIW) tritt gleich mit zwei Bürgerschaftsabgeordneten an. Der Ex-Sozialdemokrat Martin Korol (69), der während der Legislaturperiode zur BIW wechselte, in Bremen. Er steht auch auf der Gesamtliste auf Platz 1. Bei den letzten beiden Bürgerschaftswahlen gelang der BIW der Einzug ins Parlament über die Bremerhavener Landesliste.

+++ 11.30 Uhr +++

Elf Parteien bewerben sich um die 83 Sitze in der Bürgerschaft, die NPD nur in Bremerhaven. Am Wahlabend wird es noch kein vorläufiges Endergebnis für das Bundesland geben, lediglich Hochrechnungen. Die Auszählung dauert mehrere Tage.

Rot-grün muss mit Verlusten rechnen


+++ 10.30 Uhr +++

Bei der Wahl 2011 siegte die SPD mit 38,6 Prozent - seit Kriegsende ist Bremen fest in der Hand der Sozialdemokraten. Die Grünen kamen auf 22,5 Prozent, die CDU landete bei 20,4 Prozent und die Linken bei 5,6 Prozent. Die Wählergruppe Bürger in Wut erreichte 3,7 Prozent.

+++ 10.15 Uhr +++

Bremen ist das einzige Bundesland, in dem die SPD ihre Regierungsmacht seit der ersten Wahl nach dem Zweiten Weltkrieg nie abgeben musste. Alle Bürgermeister (Regierungschefs) seit Wilhelm Kaisen, der 1945 von den Alliierten eingesetzt und 1946 gewählt wurde, waren Sozialdemokraten. Wenn es für die SPD nicht zu einer absoluten Mehrheit reichte, holte sie sich verschiedene Koalitionspartner mit ins Boot. Seit acht Jahren regieren rot-grün gemeinsam.

+++ 09.30 Uhr +++

Zehn Parteien und Wählervereinigungen stehen in Bremen zur Wahl. Bundesweit bekannte Köpfe gibt es jedoch kaum. Die Spitzenkandidaten im Überblick:

+++ 09.15 Uhr +++

Bei der Bürgerschaftswahl treten zehn Parteien und Wählervereinigungen an. 376 Kandidaten werben um die Stimmen der rund 500.000 Wahlberechtigten. Das Parlament hat 83 Abgeordnete. Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) ist Deutschlands dienstältester Ministerpräsident.

+++ 09.00 Uhr +++

In Bremen und Bremerhaven dürfen heute schon 16-Jährige über die Zusammensetzung der Bremischen Bürgerschaft abstimmen. Mit ersten Ergebnissen wird kurz nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr gerechnet.

Deutschland



+++ 08.30 Uhr +++

Umfragen zufolge muss die seit acht Jahren regierende rot-grüne Koalition unter Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) mit Verlusten rechnen. Sie dürfte aber ihre Mehrheit in der Bürgerschaft behalten. Die CDU schickt die Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann ins Rennen.

+++ 08.00 Uhr +++

In Bremen beginnt zur Stunde die Bürgerschaftswahl. Rund 500.000 Frauen und Männer können in der Hansestadt bis 18.00 Uhr ihre Stimmen abgeben und über die Zusammensetzung der Bürgerschaft entscheiden. Außerdem werden im kleinsten Bundesland die Kommunalvertretungen gewählt.

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