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Brexit Merkel will keine harte Grenze zwischen Irland und Großbritannien

Gegenstand der Brexit-Verhandlungen sind auch mögliche Grenzkontrollen zwischen Irland und Großbritannien – für Kanzlerin Merkel ein „sehr sensibles“ Thema.

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Die Bundeskanzlerin sichert der Republik Irland in den Brexit-Verhandlungen ihre Unterstützung zu. Quelle: AP

Berlin Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht bei den Brexit-Verhandlungen mit Großbritannien noch viel offene Probleme. „Sehr sensibel und von zentraler Bedeutung“ sei dabei die künftige Gestaltung der Grenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Nordirland, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem irischen Ministerpräsidenten Leo Varadkar am Dienstag in Berlin. Deutschland unterstütze bei den Verhandlung die irische Position vollkommen, sagte Merkel.

Beim EU-Gipfel in Brüssel würden am Freitag Leitlinien für die weiteren Verhandlungen mit London beschlossen werden. Die Einigkeit der verbleibenden 27 EU-Mitglieder müsse dabei gewahrt bleiben. Zur Androhung von Strafzöllen durch die USA sagte Merkel: „Wir hoffen, dass wir nicht auf zusätzliche Zölle reagieren müssen.“ Die Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte sollen nach derzeitigem Stand an diesem Freitag in Kraft treten.

Varadkar sagte, für Irland sei es „absolut notwendig“, eine harte Grenze zu Nordirland zu verhindern. Bei den Brexit-Verhandlungen sei solange nichts beschlossen, bis in allen Punkten Einigkeit erzielt sei. Ebenso wie Merkel begrüßte er die Vereinbarung mit London für eine Übergangsphase nach dem EU-Austritt Großbritanniens bis Ende 2020. Er dankte Merkel dafür, dass sie in der EU immer die Anliegen der kleinen Mitglieder respektiere.

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