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Bund und Länder Steuereinnahmen legen auch im Oktober kräftig zu

Steuereinnahmen nehmen im Oktober um 9 Prozent zu Quelle: dpa

Bund und Länder können im Oktober ein dickes Plus an Steuereinnahmen verbuchen. Über neun Prozent mehr Geld ist im Oktober dank Nachzahlungen und anderen Sondereffekten in die Steuerkassen geflossen.

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Bund und Länder nehmen immer mehr Steuern ein. Bundesfinanzminister Olaf Scholz und seinen Länder-Kollegen flossen im Oktober 48,7 Milliarden Euro zu, wie aus dem jüngsten Monatsbericht des Finanzministeriums hervorgeht. Das entspricht einem Plus von 9,2 Prozent. Im September hatte der Zuwachs bei 5,8 Prozent gelegen. Nachzahlungen und andere Sondereffekte bei der Lohn- und Körperschaftssteuer sorgten für den ungewöhnlich kräftigen Anstieg.

Für die ersten zehn Monate des Jahres ergab sich ein Steueraufkommen für Bund und Länder von 572,1 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegt das Plus einen Prozentpunkt über dem Anstieg, den die amtliche Steuerschätzung vor wenigen Wochen für das Gesamtjahr 2018 in Aussicht gestellt hat.

Während die Steuereinnahmen aus Löhnen, Einkommen und Erträgen im Oktober kräftig zulegten, flossen dem Staat aus Umsatzsteuern - also vor allem der Mehrwertsteuer - nur 2,3 Prozent höhere Einnahmen zu. Die Umsatzsteuer-Entwicklung ist ein wichtiger Indikator für die Konsumneigung.

Konjunkturell erwarten die Experten aus dem Finanzministerium künftig wieder mehr Rückenwind, nachdem die deutsche Wirtschaft im Sommer um 0,2 Prozent schrumpfte und damit erstmals seit rund dreieinhalb Jahren. Unsicherheiten blieben aber bestehen. „Die konjunkturelle Aufwärtsbewegung wird sich fortsetzen, wenn auch mit abgeschwächter Dynamik.“

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