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Bundesländerranking 2008 Thüringen

Dynamikranking Thüringen: Zweitbester Zuwachs der Steuerkraft, Vorletzter bei der Produktvität

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Thüringen

Wo Thüringen punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

Die Steuerkraft gibt einen Anhaltspunkt dafür, wie leistungsfähig ein Bundesland wirtschaftlich ist. Je Einwohner stieg sie in Thüringen innerhalb von drei Jahren um 43,5 Prozent. Bundesweit stieg sie um 25,7 Prozent. Thüringen kommt damit auf Rang 2. Die Produktivität, also das, was jeder Erwerbstätige im Jahr erwirtschaftet, stieg von 2004 bis 2007 um 4,9 Prozent. Rang 3 für Thüringen vor dem Hintergrund eines bundesweiten Produktivitätszuwachses von 4,1Prozent. Platz 4 für Thüringen bei der Entwicklung der Arbeitslosenquote. Diese verringerte sich im Zeitraum von 2004 bis 2007 um 3,5 Prozentpunkte. Im Bundesdurchschnitt sank sie nur um 1,5 Prozentpunkte. Die Ausbildungsplatzdichte - also das Verhältnis zwischen angebotenen Lehrstellen und Nachfragern - verbesserte sich in Thüringen in der Zeit von 2004 bis 2007 um 4,9 Prozentpunkte. Als Lehrstellenstandort erreicht Thüringen damit Rang 5. Veränderung bundesweit: 3,4 Prozentpunkte.

Schwächen

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Thüringen in der Zeit von 2004 bis 2007 um 0,5 Prozent. Im Schnitt aller Bundesländer stieg sie um 2,2 Prozent. Damit erreicht Thüringen nur den vorletzten Platz im Dynamikvergleich. Auf Platz 15 liegt Thüringen auch bei der Einwohnerentwicklung: Das Land erlebte in den Jahren 2004 bis 2007 einen Rückgang von 2,7 Prozent. Im Bundesschnitt fiel die Einwohnerzahl um 0,3 Prozent. Rang 14 erreicht Thüringen bei der Entwicklung des verfügbaren Einkommens je Einwohner. Dieses stieg hier in der Zeit von 2004 bis 2006 um 2,4 Prozent. Im Bundesmittel stiegen die verfügbaren Einkommen um 3,8 Prozent. Die Patentintensität fiel in Thüringen von 2004 bis 2007 um 5 angemeldete Patente je 100 000 Einwohner. Rang 14 für Thüringen. Bundesweit sank die Patentintensität um 1 Patent je 100 000 Einwohner.

Bestandsranking Thüringen

Zusätzlich zum Dynamikranking, das die Veränderungen im Zeitraum von 2004 bis 2007 ausweist, gibt die Studie im Bestandsranking Auskunft über den aktuellen Ist-Zustand der Bundesländer. Hier landet Thüringen mit 44,5 Punkten auf Platz 11. Wo Thüringen punktet, und wo nicht, zeigt folgende Übersicht:

Stärken

64,2 Prozent aller Straftaten wurden im Jahr 2007 in Thüringen aufgeklärt. Bundesweit bewegt sich die Aufklärungsquote bei 55 Prozent. Rang 2.

10,9 Prozent aller über 18-Jährigen in Thüringen sind verschuldet. Bundesweit liegt dieser Anteil bei 10,9 Prozent. Platz 4.

Die öffentliche Investitionsquote in Thüringen beläuft sich auf 14,8 Prozent. Bundesweit liegt sie bei 11,8 Prozent. Damit erreicht Thüringen Platz 4.

37,5 Prozent der unter Dreijährigen gehen in Thüringen in die Kita. Bundesweit liegt die Kitabetreuungsquote bei 15,5 Prozent. Platz 5 für Thüringen.

Schwächen

Die Steuerkraft vermittelt einen Eindruck von der Wirtschaftskraft eines Bundeslandes. Thüringen kommt hier auf 774 Euro je Einwohner. Bundesdurchschnitt: 2.139 Euro. Rang 15. Was ein Erwerbstätiger im Jahr im Schnitt erwirtschaftet, wird über die Produktivität erfasst. Diese liegt in Thüringen bei 43.342 Euro. Bundesweit sind es 54.664 Euro. Rang 15. Auf 1000 Einwohner kommen in Thüringen rechnerisch 34,5 Staatsdiener (2006). Bundesweit liegt dieser statistische Wert bei 30,5 öffentlich Bedienstete. Rang 15. Das verfügbare Einkommen in Thüringen liegt bei 14.521 Euro je Einwohner im Jahr (2006). Bundesschnitt: 18.135 Euro. Damit erreicht Thüringen Platz 14.

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