Bundesministerin Nahles "Skypen gehört fest zu meinem Leben"

Exklusiv

Bundesministerin Nahles hat Arbeit und Alltag voll digitalisiert: Um Familie und Beruf zu vereinen, skypt sie täglich von Berlin aus mit der ihrer Familie in der Eifel.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Quelle: dpa

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) baut im Alltag voll auf mobile Kommunikation. Das erleichtere ihr, unter der Woche die Entfernung zwischen Berlin und der Eifel zu überwinden, wo ihre vierjährige Tochter lebt. „Skypen mit meiner Tochter gehört fest zu meinem Leben“, sagt die 44-Jährige im Interview mit der WirtschaftsWoche. „Das muntert mich auf, macht mich manchmal aber auch wehmütig, denn es führt mir vor Augen, dass ich nicht zu Hause bin, sondern weit weg.“

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Als Handys und später Smartphones aufgekommen seien, hätte sie sogar kaum davon lassen können. „Ich habe mittlerweile kein Problem mehr damit, die Geräte am Wochenende oder im Urlaub wegzulegen. Aber es gab Phasen, da wäre dies nicht möglich gewesen, ohne dass ich mich unwohl gefühlt hätte.“


Zu Beginn ihrer Politikerkarriere habe sie anders gearbeitet. „Ich erinnere mich noch an die Zeiten, in denen ich Einladungen mit der Schreibmaschine geschrieben habe.“ Nur einmal habe sie damals ein Handy vermisst: „Als ich in jungen Jahren in der schwedischen Pampa einen schweren Autounfall hatte.“

In Arbeit
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Andrea Nahles‘ Zutrauen reicht weit. Sie würde sich im Alter von Maschinen helfen lassen: „Wenn die bei mir zu Hause den Rasen mähen – sehr gerne!“ Auch einen Pflegeroboter könne sie sich vorstellen. „Ich will nicht ins Altenheim, sondern zu Hause leben, bis ich sterbe,“ sagt Nahles. Womöglich sei irgendwann Unterstützung nötig – egal von wem. „Der Gedanke macht mir keine Angst. Ich wäre aber sehr froh darüber, wenn dann immer noch Menschen um mich herum sind, mit denen ich einen Kaffee trinken kann.“

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