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Bundesnetzagentur Strengere Grenzwerte beim Elektrosmog gefährden Energiewende

Exklusiv

Wegen der Furcht vor Elektrosmog hat das Bundesumweltministerium die Grenzwerte für den Netzwertausbau verschärft. Das verzögert nun den Bau neuer Leitungen.

Strommasten in Schwerin Quelle: dpa

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, warnt vor "erheblichen Verzögerungen" beim Bau von neuen Stromleitungen für die Energiewende. In einem Schreiben an das Bundeswirtschaftsministerium beklagt er Pläne des Bundesamtes für Strahlenschutz und des Bundesumweltministeriums, die Grenzwerte für elektrische und magnetische Felder zu verschärfen. Dies würde den Netzausbau "erschweren und verteuern".

Homann listet auf, dass etwa der Grenzwert für magnetische Felder in Wohngebieten auf ein Zehntel gesenkt werden soll; die Grenze für elektrische Felder gilt künftig auch außerhalb von Wohngebieten. Für die Netzbetreiber besonders fatal: Nach einer Übergangsfrist von fünf Jahren gelten die Regeln auch für bestehende Kabel. Sofort Probleme gäbe es an vorhandenen Trassen, die für den Netzausbau genutzt werden, weil vorhandene Kabel verstärkt oder um weitere ergänzt werden müssten.

Teilweise ginge dies zwar ohne neues Genehmigungsverfahren. Aber: "In diesen Trassen ist die Wohnbebauung an vielen Stellen nachträglich nah an die Leitungen herangerückt", schreibt Homann. Mit den neuen Werten "müsste der Netzentwicklungsplan angepasst werden und wesentlich mehr neue Trassen vorsehen".

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Das Umweltministerium habe mitgeteilt, die Verschärfung sei "nicht durch neue Erkenntnisse hinsichtlich der Wirkung elektromagnetischer Felder" ausgelöst, sondern soll die Akzeptanz neuer Leitungen steigern. Homann befürchtet dagegen, dass die Bürger eher verunsichert werden.

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