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Bundesparteitag Baerbock und Habeck erneut zu Bundesvorsitzenden der Grünen gewählt

Annalena Baerbock ist mit einem Rekordergebnis zur Grünen-Chefin gewählt worden. Das Ergebnis ihres Kollegen Robert Habeck fiel schwächer aus.

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Mit einem Rekordergebnis ist Annalena Baerbock für zwei weitere Jahre zur Bundesvorsitzenden der Grünen gewählt worden. Die 38-Jährige erhielt beim Bundesparteitag in Bielefeld 97,1 Prozent der Stimmen. Ihr Kollege Robert Habeck wurde ebenfalls im Amt bestätigt und erhielt 90,4 Prozent der Stimmen.

Beide führen seit Januar 2018 zusammen die Partei. Seitdem sind die Umfragewerte der Grünen auf 20 Prozent und mehr gestiegen, bei mehreren Landtagswahlen und bei der Europawahl gewannen sie deutlich hinzu. Die Grünen müssen sich der Frage stellen, ob sie für die nächste Bundestagswahl einen Kanzlerkandidaten aufstellen – bisher ist das in der Parteispitze aber ein Tabu.

Baerbock erhielt in Bielefeld das beste Wahlergebnis in der Geschichte von Bündnis90/Die Grünen – die westdeutschen Grünen und das ostdeutsche Bündnis 90 hatten sich 1993 zusammengeschlossen. Das bisher beste Ergebnis hatte die heutige Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth erzielt. Sie bekam 2001 in Stuttgart 91,5 Prozent.

Baerbock hatte bei ihrer ersten Wahl vor knapp zwei Jahren 64,5 Prozent bekommen, sie hatte dabei aber eine Gegenkandidatin. In Bielefeld stimmten 740 von 762 Delegierten für sie.

Baerbock nahm die Wahl an. In ihrer Bewerbungsrede hatte sie als Aufgabe für die Partei formuliert, „breitere Bündnisse“ zu schaffen – „und zwar nicht mit denen, die genau so ticken wie wir, sondern mit denen, die uns wirklich herausfordern.“ Nur so könnten die Grünen verändern, statt zu versprechen, auch wenn es anstrengend und kompliziert sei. „Wir müssen nicht nur Ziele formulieren, wir müssen sie auch umsetzen, im Hier und Heute.“

Sie wolle nicht, dass die Gestaltungsmacht der globalisierten Wirtschaft überlassen werde, sagte Baerbock. „Ich will, dass Politik die Verantwortung übernimmt, unsere Zukunft zu gestalten.“ Sie wolle eine Wirtschaft innerhalb der Planetaren Grenzen und ohne Öl, Kohle und Gas, die dennoch den Wohlstand sichere. Die „ökologische Transformation“ müsse auch sozial sein und für alle Menschen funktionieren – etwa auch für Stahlarbeiter oder Handwerker.

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