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Bundespolitik Röttgen-Klatsche stabilisiert Angela Merkel

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Glaubwürdigkeit ist Trumpf

NRW-Wahl: Das sagen die User
Ein früher Kommentar auf Twitter Quelle: Screenshot
Erste Reaktion auf Hochrechnungen Quelle: Screenshot
Achtung Auto-Corso
Gewonnen hat die Wurst Quelle: Screenshot
FDP ist Banane Quelle: Screenshot
Nicht weit hinter der CDU Quelle: Screenshot
Nur noch 12 mehr Quelle: Screenshot

Das Problem: Die nächste Landtagswahl findet im Frühjahr statt – in Niedersachsen. Also just im Heimatland Röslers. Ihn vorher abzusägen gilt als riskant. Sollte er nicht vorher seinen Hut nehmen, steht im Mai 2013 – nach der Landtagswahl – ein regulärer Parteitag statt. Dort wird der Vorsitzende gewählt und der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl. Und das muss dann nicht Rösler sein.

Auch die personelle Botschaft des Wahlergebnisses in Düsseldorf ist klar: Glaubwürdigkeit ist Trumpf. Die meisten Wähler nahmen dem CDU-Kandidaten Norbert Röttgen nicht ab, dass er gern in Düsseldorf als Ministerpräsident gedient hätte. Jeder spürte: Dieser Mann sieht seine Zukunft in Berlin (auch wenn andere dies nun anders sehen werden).

Zu offensichtlich wurde, dass er seine vor langer Zeit gemachte Ankündigung, selbstverständlich auch als Oppositionsführer in die Landeshauptstadt zu gehen, ursprünglich nur gemacht hatte, um sich Pluspunkte im Kampf um den CDU-Landesvorsitz und damit um Einfluss auf Bundesebene zu sichern. Dagegen konnte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit ihrem inhaltsleeren Slogan „NRW im Herzen“ punkten. Das glaubte man ihr.

Röttgen unter Druck

Die Zukunft der beiden dürfte nun höchst unterschiedlich verlaufen. Kraft wird zwar in den Medien als mögliche SPD-Kanzlerkandidatin durchgehechelt werden, wird aber nicht in einem Jahr in Richtung Bund abmarschieren. Röttgen dagegen dürfte nach dem miserablen Abschneiden der CDU an Rhein und Ruhr und dem Rücktritt als Landesvorsitzender erheblich unter Druck geraten.

Denn nun ist seine Kampfkraft auch im Amt des Bundesumweltministers geschwächt – und seine Zukunftsperspektive. Röttgen, der sich zu Höherem berufen fühlt, hat nachgewiesen, dass er kein Wählermagnet ist. Die Rolle des intellektuellen Schönsprechers zieht nicht bei den Massen. Nachdem schon seine Wahlkampfführung erhebliche Kritik in den eigenen Reihen ausgelöst hatte, steht nun auch seine charakterliche Eignung in Frage.

Aus der Führung der Schwesterpartei CSU ist auf die Frage nach einer Kanzlerkandidatur Röttgens zu hören: „Der? Niemals! Der bekommt unsere Zustimmung nie!“

Deutschland



Die Kanzlerin muss allerdings dafür sorgen, dass Röttgen seine Arbeit als Umweltminister ordentlich versieht – weder als lahme Ente noch mit übertriebener Aggressivität, um die Scharte auszuwetzen. Denn dafür ist seine Aufgabe für die Energiewende zu wichtig. Für ihn gilt: Der Charaktertest geht weiter.

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