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Bundesregierung Bürger-Zustimmung zu Jamaika-Bündnis sinkt

Nur noch die Hälfte der in einer Umfrage befragten Wähler finden eine Jamaika-Regierung gut. Bei einem Scheitern sprechen sich viele für Neuwahlen aus. Ebenfalls ein Großteil sympathisiert mit den Positionen der Grünen.

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Ein potentielles Bündnis zwischen Union, FDP und Grünen verliert weiter an Zustimmung. Quelle: dpa

Berlin Mit der Dauer der Sondierungsgespräche sinkt die Zustimmung der Bürger zu einer Jamaika-Koalition. Nur noch 50 Prozent der Wähler fänden ein Regierungsbündnis von CDU, CSU, FDP und Grünen gut, wie das am Freitag veröffentlichte ZDF-Politbarometer ergab. Das sind sieben Punkte weniger als kurz nach Beginn der Gespräche vor vier Wochen. 68 Prozent der Befragten sprechen sich für Neuwahlen aus, sollten die Sondierungen scheitern.

Die Parteien hatten in der eigentlich letzten Sondierungsrunde in der Nacht zum Freitag noch keine Einigung erzielt. Ab dem Mittag wollten sie in Berlin weiter verhandeln. Umstritten ist vor allem die Flüchtlingspolitik, aber auch der Klimaschutz.

Beim Thema Asyl- und Flüchtlinge findet die Position der Grünen die meisten Anhänger. 24 Prozent sehen sich am ehesten von den Grünen vertreten, 21 Prozent aller Befragten sagten, dass bei dem Thema am ehesten die CDU ihre Positionen vertritt. Mit deutlichem Abstand folgen die CSU mit 13 Prozent und die FDP mit zwölf Prozent. Für das Recht von anerkannten Asylbewerbern oder Flüchtlingen, Ehepartner oder Kinder nachholen zu dürfen, sprechen sich 67 Prozent aller Befragten aus, nur 28 Prozent sind dagegen.

Beim Klimaschutz sehen 53 Prozent ihre Vorstellungen am besten von den Grünen vertreten, 17 Prozent von der CDU, sechs Prozent von der FDP und lediglich drei Prozent von der CSU. Fast zwei Drittel plädieren dafür, die Kohlekraftwerke in Deutschland abzuschalten, um die Klimaziele bis zum Jahr 2020 zu erreichen.

Wenn am nächsten Sonntag gewählt würde, käme die CDU/CSU unverändert zur vorherigen Umfrage auf 33 Prozent und die SPD ebenfalls unverändert auf 21 Prozent. Damit halten beide in etwa ihr Wahlergebnis vom 24. September. Die AfD gibt einen Punkt auf elf Prozent ab, die FDP liegt unverändert bei zehn Prozent, auch die Linke verharrt bei neun Prozent. Die Grünen legen als einzige der potenziellen Jamaika-Partner um einen Punkt auf zwölf Prozent zu.

Für das Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen 1308 Wahlberechtigte vom 14. bis 16. November.

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