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Bundestag Auswärtiges Amt lädt russischen Botschafter wegen Hackerangriff vor

Ein Russe gilt als dringend tatverdächtig am Hackerangriff auf den Bundestag 2015 beteiligt gewesen zu sein. Das Auswärtige Amt hat nun den russischen Botschafter einbestellt.

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Der russische Botschafter wurde eingeladen. Quelle: dpa

Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter Sergej Netschajew wegen des Hackerangriffs auf den Bundestag 2015 zum Gespräch geladen. Bei dem Treffen habe Staatssekretär Miguel Berger die Attacke im Namen der Bundesregierung auf das Schärfste verurteilt, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Donnerstag mit. Berger habe den Fall des Russen Dimitrij Badin angesprochen, gegen den der Bundesgerichtshof Anfang Mai Haftbefehl erlassen hatte. Badin gilt als dringend verdächtig, als Angehöriger des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Mitglied der Gruppe APT28 für den Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag im Frühjahr 2015 verantwortlich zu sein.

„Die Bundesregierung bewertet diesen Vorgang auch vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlung im sogenannten Tiergarten-Mordfall und behält sich weitere Maßnahmen ausdrücklich vor“, erklärte die Sprecherin. Badin wird wegen seiner Beteiligung an anderen Angriffen der Hackergruppe „Fancy Bear“ alias APT28 weltweit von der US-Bundespolizei FBI gesucht. Zu den Angriffszielen von „Fancy Bear“ gehörten unter anderem die Demokraten im US-Wahlkampf 2016 und die Organisation für das Verbot von Chemiewaffen OPCW.

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