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Bundestagswahl 2021 Dobrindt warnt Union vor verfrühter Debatte über Kanzlerkandidatur

Der CSU-Politiker verweist auf die Personalkämpfe in der SPD und will sich erst später mit der Kanzler-Frage befassen. Andere Themen seien jetzt wichtiger.

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Die Arbeitslosenzahlen sind aus Sicht des CSU-Landesgruppenchefs momentan wichtiger als die Frage nach dem nächsten Kanzlerkandidaten. Quelle: dpa

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat CDU und CSU davor gewarnt, bereits jetzt in eine Debatte über die Unions-Kanzlerkandidatur für die Bundestagswahl 2021 einzusteigen. „Ich rate unseren Parteien dazu, diese Debatte jetzt nicht so aktiv zu führen“, sagte der CSU-Politiker in einem am Sonntag gesendeten Interview des „Deutschlandfunks“.

„Man hat doch aus der SPD und dem letzten Jahr und den Personaldebatten der SPD durchaus lernen können, dass es nicht mehr Zustimmung gibt, wenn man sehr öffentlich Personaldebatten führt.“ Er glaube nicht, dass die Menschen sich jetzt ernsthaft mit dieser Frage beschäftigen wollten. Es gehe vielmehr darum, wie man in der Corona-Krisenzeit mit Themen wie dem zu geringen Wirtschaftswachstum und steigenden Arbeitslosenzahlen umgehe.

Die Debatte über die sogenannte K-Frage zur falschen Zeit „kann auch Zustimmung kaputt machen, die man in der Bevölkerung sich hart erarbeitet hat“, sagte Dobrindt mit Blick auf die derzeit guten Umfragewerte von CDU und CSU. Auslöser der neuen Debatte in der Union ist, dass zum einen Kandidaten für den CDU-Vorsitz wie Friedrich Merz und Norbert Röttgen wieder verstärkt Wahlkampf machen.

Zum anderen liegt der CSU-Vorsitzende Markus Söder derzeit in Umfragen bei der Frage nach einer Kanzlertauglichkeit weit vor CDU-Politikern. Am Ende müssten „Kompetenz, Zustimmung und Chancen“ darüber entscheiden, wer für die Union antrete, sagte Dobrindt. Ein Kandidat müsse diese drei Elemente erfüllen. „Das Gegenteil wäre zumindest sehr verwunderlich, wenn man es diskutieren würde.“

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