Bundestagswahl CDU-Hoffnungsträger Jens Spahn fordert Lagerwahlkampf

Exklusiv

Jens Spahn, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, hat die bisherige Wahlkampfstrategie von Kanzlerin Angela Merkel kritisiert.

Jens Spahn, Mitglied des Präsidiums der CDU. Quelle: dpa

„Es geht nicht mehr um asymmetrische Demobilisierung, sondern um asymmetrische Mobilisierung“, sagte Spahn der WirtschaftsWoche – er bricht so mit der Erfolgsformel Merkels, eher Wähler aus dem anderen politischen Lager von der Wahl abzuhalten als Anhänger zu mobilisieren. Stattdessen will Spahn klassische CDU-Themen wie Innere Sicherheit betonen und so neue Wähler erreichen – in klarer Abgrenzung zur SPD: „Es hilft im Wahlkampf immer, zu wissen, wo der Gegner steht“, so der Christdemokrat.

Einen Lagerwahlkampf fordert auch SPD-Vize Ralf Stegner in der WirtschaftsWoche: „Immer dann, wenn Wähler das Gefühl haben, die da oben sind alle gleich, werden Populisten gewählt“, sagt er. „Deshalb müssen wir scharf abgrenzen, was mit der Union nicht zu machen ist.“

Unterstützung erhielt Merkel von Ex-CDU-Vordenker Kurt Biedenkopf. Der ehemalige Ministerpräsident von Sachsen, der die Endphase der Kanzlerschaft von Helmut Kohl kritisch begleitete, sagte: „Helmut Kohl nutzte nach der Wiedervereinigung seine Autorität kaum noch für innenpolitische, insbesondere sozialpolitische Entwicklungen. Angela Merkel hat eine andere Arbeitsweise: Sie erkennt Probleme, erarbeitet Antworten und setzt sie um. Sie ist Naturwissenschaftlerin – und genau das brauchen wir jetzt.“

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