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Bundeswehrtagung in Berlin Merkel vergleicht Syrien-Konflikt mit Dreißigjährigem Krieg

Im Syrien-Konflikt sei viel Geduld vonnöten, sagte die Kanzlerin. Der Westfälische Frieden sei „auch nicht in zwei Monaten“ ausgehandelt worden.

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Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Geduld bei der Lösung des Syrien-Konflikts angemahnt. Sie verglich den seit sieben Jahren anhaltenden Krieg am Montag bei einer Bundeswehrtagung in Berlin mit dem Dreißigjährigen Krieg vor 400 Jahren.

Der Westfälische Frieden sei damals „auch nicht in zwei Monaten“ ausgehandelt worden, sagte die CDU-Vorsitzende. „Das waren lange Jahre, wo manche Parteien nie miteinander gesprochen haben, auch wenn sie an einem Ort in Münster waren.“ Aus dem damaligen Friedensprozess könne man auch heute noch viel für die Lösung von Konflikten lernen.

„Gerade die Lösung des Konflikts in Syrien hat inzwischen Ausmaße angenommen, dass ein Vergleich mit dem Dreißigjährigen Krieg in Europa fast schon nicht vermessen ist“, betonte Merkel. Aus dem Bürgerkrieg in Syrien sei ein tiefer Regionalkonflikt um Einflusssphären geworden.

An den Lösungsbemühungen seien nun Russland, die Türkei, Iran, Saudi-Arabien, USA, Jordanien, Frankreich, Großbritannien und auch Deutschland beteiligt. „Aus Syrien heraus alleine wird es keine politische Lösung geben“, betonte Merkel.

Der Beginn des Dreißigjährigen Krieges in Europa jährt sich in diesem Jahr zum 400. Mal. Der Westfälische Frieden wurde zwischen 1641 und 1648 in dem gesamteuropäischen Friedenskongress von Münster und Osnabrück ausgehandelt.

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