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CDU und CSU Schäuble bremst bei der Suche nach Unions-Kanzlerkandidaten

Der Bundestagspräsident hat sich einem Bericht zufolge gegen zu frühe Entscheidung über Kanzlerkandidatur ausgesprochen. Die Entscheidung solle „nicht vor Ostern“ fallen.

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Am 4. Dezember wird ein neuer Parteivorsitzender gewählt. Im Rennen sind: Ex-CDU-Fraktionschef Friedrich Merz, der CDU-Außenexperte Norbert Röttgen und Armin Laschet, Ministerpräsident von NRW. Quelle: dpa

Nach Auffassung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sollte die Union nicht zu früh ihren Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl im nächsten Jahr bestimmen. Die Entscheidung sollte „nicht vor Ostern“ 2021 fallen, sagte er nach Angaben der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ bei einem Auftritt in deren Berliner Redaktion am Dienstagabend.

Schäuble widersprach damit dem hessischen Ministerpräsidenten und CDU-Landesvorsitzenden Volker Bouffier, der vor kurzem eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur noch vor dem CDU-Parteitag im Dezember gefordert hatte. Hier sei er auf der Seite des bayerischen Regierungschefs Markus Söder (CSU), bemerkte Schäuble. Dieser hatte empfohlen, die Kandidaten-Frage erst im März oder April 2021 zu klären.

Im Dezember will die CDU einen neuen Vorsitzenden als Nachfolger von Annegret Kramp-Karrenbauer wählen. Um das Amt bewerben sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der frühere Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen.

Schäuble zufolge wird der Kanzlerkandidat der Union nach seiner Benennung neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stehen, die wahrscheinlich bis zum Ende ihrer Amtszeit eine „überragende Stellung, überragendes Vertrauen“ in der deutschen wie der internationalen Öffentlichkeit haben werde. Jeder Kanzlerkandidat sollte das Nebeneinander beider „möglichst kurz halten“.

Die Wahl eines neuen CDU-Chefs werde sich zwischen Laschet, Merz und Röttgen entscheiden, zitiert die Zeitung den Bundestagspräsidenten, der alle drei für geeignet halte. Daneben wäre aus seiner Sicht auch Gesundheitsminister Jens Spahn qualifiziert, dessen Talent er früher als manch anderer erkannt habe. Die Wahl zwischen drei Kandidaten schade der Partei nicht, sondern Demokratie sei nichts Nachteiliges.

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