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Cityregion Frankfurt Bankenkrise sowie Probleme in Offenbach und Rüsselsheim bremsen die Dynamik

Im Auftrag von INSM und WiWo haben Wissenschaftler der IW Consult zentrale Wohlstands- und Arbeitsmarktindikatoren der einwohnerstärksten deutschen Wirtschaftsregionen verglichen. Dies sind wichtige Großstädte, die als Arbeitsorte bedeutsam sind sowie die Umgebung, in denen die Menschen ebenfalls arbeiten, vor allem aber auch wohnen.

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Die Wissenschaftler haben den letzten verfügbaren Stand zum Beispiel der verfügbaren Einkommen, der Steuerkraft sowie auch die Situation am Arbeitsmarkt untersucht. Ein Niveauvergleich bildet die Lage im Jahr 2009 ab. Ein Dynamikvergleich veranschaulicht, wie sich diese Wirtschaftsregionen in der Zeit von 2004 bis 2009 entwickelt haben.

Dritter im Niveauvergleich ist die Cityregion Frankfurt. Sie umfasst 9 Einzelkreise bzw. kreisfreie Städte und hat 2,7 Mio. Einwohner, die hier leben und arbeiten. Platz 4 beim Wohlstand – verantwortlich dafür ist zum Beispiel die im Regionenvergleich zweithöchste Einkommensteuerkraft.

Die Cityregion Frankfurt ist auch durch überdurchschnittliche Einkommen gekennzeichnet: Ein Schnitt von 20.477 Euro bringt Rang sechs nach den Regionen Bielefeld und Stuttgart.

Schwächer schneidet die Region beim Arbeitsmarkt ab – Gesamtrang 7. Dynamisch betrachtet rangiert die Region nur im unteren Mittelfeld: Platz 13.

Besonders schwach zeigt sich im Vergleich 2004-2009 die Entwicklung am Arbeitsmarkt (nur Dynamikrang 15 von 20). Die Arbeitslosenquote verbesserte sich nur schwach um 1,1 Prozentpunkte. 

Gründe für diese Performance. Studienleiter Michael Bahrke (IW Consult): „Das Wohlstandsniveau ist bezogen auf die gesamte Region hoch (Rang 4 von 20). Allerdings ist hier anzumerken, dass der Wohlstand in der Cityregion Frankfurt sehr unterschiedlich verteilt ist – hoch ist er beispielsweise im Hochtaunuskreis, wo viele Menschen wohnen, die in der Bankenstadt Frankfurt arbeiten – und schwächer präsentiert er sich etwa in dem von Sozialproblemen betroffenen Offenbach. Viele Menschen in der Region arbeiten in der Banken- und Finanzbranche sowie auch im Umfeld des Flughafens Frankfurt. Er ist das bedeutendste Luft-Drehkreuz in Deutschland.

Ursächlich für die vergleichsweise schwache Aufwärtsentwicklung in der Cityregion Frankfurt: Die Finanzbranche hat unter dem Eindruck der Finanzkrise eine nur sehr schwache Beschäftigungsentwicklung erlebt. Rund um Rüsselsheim trafen zudem die Weltwirtschaftskrise sowie das Hin und Her um die Eigentümerstruktur von Opel den Autobauer und seine Zulieferer besonders hart.

Für die Cityregion Frankfurt steht vor allem zu hoffen, dass sich die Turbulenzen auf den Finanzmärkten nachhaltig beruhigen.“

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