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Corona-Krise Deutsche Industrie erstmals seit 2010 mit weniger Beschäftigten

2020 hat die Deutsche Industrie 2,2 Prozent weniger Personal beschäftigt. Den letzten Rückgang gab es zuletzt infolge der Wirtschaftskrise 2010.

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Am stärksten sank die Beschäftigung in der Metallerzeugung und -bearbeitung. Quelle: dpa

Die Corona-Krise hat die Zahl der Beschäftigten in der deutschen Industrie 2020 erstmals seit zehn Jahren schrumpfen lassen. Die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes mit mindestens 50 Mitarbeitern beschäftigten im Jahresschnitt gut 5,5 Millionen Personen. Das waren 2,2 Prozent weniger als 2019, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Einen Rückgang hatte es zuletzt 2010 infolge der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise gegeben, wodurch es zu einem Minus von 2,4 Prozent kam.

Auch die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden nahm im vergangenen Jahr ab, und zwar um 6,9 Prozent auf knapp 7,9 Milliarden ab. Die Entgelte sanken um 5,1 Prozent auf 288 Milliarden Euro. Die exportabhängige Industrie – die unter der Corona-Rezession im Inland und bei wichtigen Handelspartnern wie den USA, Frankreich und Großbritannien litt – kann sich in diesem Jahr Hoffnungen auf bessere Zeiten machen. Mit der erwarteten Erholung der Weltwirtschaft dürfte auch die Nachfrage nach Waren „Made in Germany“ steigen.

Im Dezember 2020 lag die Beschäftigtenzahl in fast allen Branchen unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Am stärksten sank sie in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Minus von 5,8 Prozent. Auch die Maschinenbauer (Minus von 4,5 Prozent), die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren (Minus von 4,4), die Produzenten von Metallerzeugnissen (Minus von 3,6) sowie von elektrischen Ausrüstungen (Minus von 3,5 Prozent) meldeten jeweils ein Minus. In der Fahrzeugbranche gab es einen Rückgang von 3,2 Prozent. Dagegen kam die Chemieindustrie auf ein Plus von 1,6 Prozent. „Zu beachten ist, dass Kurzarbeitende als Beschäftigte zählen und sich deshalb Veränderungen bei der Kurzarbeit nicht in den Beschäftigtenzahlen niederschlagen“, erklärte das Statistikamt.

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