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Corona-Pandemie Ersetzt die vermeintlich sicheren Schnelltests durch PCR-Tests!

Einem Corona-Testzentrum im bayerischen Unterschleißheim. Schnelle PCR-Tests müssen Usus für Geimpfte werden Quelle: dpa

Corona-Schnelltests funktionieren bei Geimpften und Omikron-Infizierten offenbar weniger zuverlässig. Wollen wir nicht nur eine Sicherheit vortäuschen, müssen zuverlässige Tests die Regel werden. Die Politik muss schnell handeln.

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Mehr und mehr Daten deuten darauf hin, dass Schnelltests nicht mehr so zuverlässig funktionieren wie zu Beginn der Pandemie. Denn eine zunehmende Zahl Menschen ist geimpft, was offenbar die Genauigkeit der Tests reduziert. Auch die neue Virusvariante Omikron wirkt sich wohl negativ auf eine frühzeitige Zuverlässigkeit der Tests aus. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat nun zwar das Paul-Ehrlich-Institut beauftragt, eine Liste von Schnelltests zu erstellen, die noch zuverlässig funktionieren. Doch reicht das? 

Die Skepsis gegenüber den Schnelltests wächst. Neu ist sie nicht. Schon im November hatte eine Geburtstagsfeier für Aufsehen gesorgt, rund 20 Teilnehmer, alle geimpft und zusätzlich per Antigen-Schnelltest getestet. Bei einem Besucher, der sich trotz der Impfung mit Corona infiziert hatte, versagte der Test. Am Ende infizierten sich zehn der 20 Teilnehmer – mutmaßlich noch mit Delta. Selbst Virologe und Regierungsberater Christian Drosten schaltete sich damals ein, schrieb: „So sieht es aus. Vor Symptombeginn sind Schnelltests einfach nicht empfindlich genug.“ Das vermeintlich sichere 2G-Plus bietet offenbar nicht mehr als eine scheinbare Sicherheit. Geeignet, die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen, ist das Plus, das für den Schnelltest steht, also nicht.

Die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat nun mitgeteilt, dass vorläufige Daten darauf hindeuten, dass Antigentests Omikron zwar erkennen, aber möglicherweise auch hier eine verringerte Sensitivität haben. Doch anstatt schnell auf neue Erkenntnisse angemessen zu reagieren, übte sich die Politik in Berlin und in den Ländern seit Wochen im Zögern.

Dabei ist die Schlussfolgerung doch eigentlich klar: Deutschland muss endlich die PCR-Tests massiv ausweiten, Kapazitäten dafür schaffen. Denn die sind, anders als Schnelltests, weiter ein sehr sicherer Indikator. Diese PCR-Tests müssen möglichst als Schnelltest angeboten werden. Und sie müssen für Geimpfte kostenlos sein. Ein schneller PCR-Test kostet schließlich bisher oft mehr als 100 Euro.

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    Die Technik dafür existiert, beispielsweise vom deutschen Hersteller Bosch. 30 Minuten dauert es, bis dessen Gerät ein zuverlässiges Ergebnis ausspuckt. Ob genug Geräte lieferbar sind, um die aktuelle Welle überall zu brechen, ist zwar fraglich. Aber zumindest für die nächsten Wellen und Mutationen muss sich die Republik wappnen.

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    Hinweis: Dieser Text erschien zuerst im November 2021. Wir haben ihn aktualisiert und neu veröffentlicht.

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