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Coronafolgen Einzelhandel befürchtet wegen Corona-Folgen Pleitewelle gegen Jahresende

Zum Jahresende befürchtet der Einzelhandel eine Pleitewelle, insbesondere, da die Insolvenzantragspflicht derzeit ausgesetzt ist. Die HDE-Prognose ist düster.

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Die Prognosen des Handelsverbandes machen wenig Hoffnung. Quelle: dpa

Der Einzelhandel befürchtet angesichts des Umsatzeinbruchs im Zuge der Coronakrise eine Pleitewelle. Unter Verweis auf die wegen der Pandemiefolgen bis Ende September ausgesetzte Pflicht zum Antrag auf Insolvenz sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, am Mittwoch in einer Videoschalte: „Wir müssen leider davon ausgehen, dass eine Insolvenzwelle erst später zu erwarten ist - also letztendlich im Herbst und zum Jahresende.“ Die Frage sei dabei auch, ob die Politik die Ausnahmeregelung verlängere oder nicht.

„Im Bereich Nicht-Lebensmittelhandel haben wie Insolvenzen im Bereich von 10.000 als möglich eingeschätzt“, sagte Genth. Der HDE rechnet für dieses Jahr mit einem Rückgang der Erlöse von 40 Milliarden Euro im Bereich außerhalb des Lebensmittelhandels und insgesamt einem Umsatzminus von vier Prozent für den Einzelhandel.

Laut einer HDE-Prognose ist davon auszugehen, dass gut 50.000 Geschäfte im Zuge der Coronakrise dichtmachen müssen. „Das heißt natürlich nicht im September/Oktober, sondern in der Folge daraus, wenn wir nicht zu einer normalen Konjunktur- und Konsumsituation zurückkommen“, sagte Genth.

Auch Insolvenzverwalter haben jüngst vor einem deutlichen Anstieg von Firmenpleiten gewarnt. Hintergrund ist, dass die Insolvenzantragspflicht derzeit ausgesetzt ist - vorerst bis 30. September. Danach sei mit einem deutlichen Anstieg der Firmenpleiten zu rechnen, warnte der Berufsverband der Insolvenzverwalter Deutschlands (VID).

Dieser geht nicht davon aus, dass die Aussetzung verlängert wird, sofern es nicht zu einem erneuten Anstieg der Neuinfektionszahlen kommt.

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