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CSU Joachim Herrmann bleibt Innenminister in Bayern

Er wurde wiederholt als möglicher Bundesinnenminister gehandelt. Doch der CSU-Politiker Joachim Herrmann bleibt in Bayern.

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Herrmann gilt als einer der profiliertesten Innenpolitiker der CSU. Quelle: dpa

München Der wiederholt als möglicher Bundesinnenminister gehandelte CSU-Politiker Joachim Herrmann bleibt Innenminister in Bayern. Der 62-Jährige solle dem neuen Kabinett in gleicher Funktion wie bisher angehören, sagte der wiedergewählte Ministerpräsident Markus Söder am Montag im Landtag in München. Die Vereidigung der 17 von Söder ernannten Minister und Staatssektretäre ist am Nachmittag im Landtagsplenum vorgesehen.

CSU-Chef Horst Seehofer hat seinen Rücktritt als CSU-Chef angekündigt, will nach eigenen Angaben aber Bundesinnenminister bleiben. Diese Aussage Seehofers bei einem Termin am Montag in Bautzen sorgte für Verwirrung. Denn Teilnehmer einer CSU-Gremiensitzung hatten nach eigenen Angaben Seehofers Äußerungen hinter verschlossenen Türen am Sonntagabend so verstanden, dass Seehofer sein Ministeramt nicht bis zum Ende der Legislaturperiode ausüben wolle.

Herrmann, der als einer der profiliertesten Innenpolitiker der CSU gilt, war von seiner Partei bereits früher als möglicher Bundesinnenminister vorgesehen gewesen. Nach der Bundestagswahl übernahm jedoch Seehofer das Amt und räumte im Gegenzug den Posten des bayerischen Regierungschefs für seinen langjährigen Rivalen Söder. Herrmann hatte vor Kurzem betont, er wolle in Bayern bleiben, da er sich dem Votum der Bürger bei der Landtagswahl verpflichtet sehe.

Die CSU hatte bei der Wahl Mitte Oktober mit einem historisch schwachen Ergebnis ihre absolute Mehrheit verloren. Sie regiert nun in einer Koalition mit den Freien Wählern. Vize-Regierungschef und Minister für Wirtschaft und Energie wird Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger. Finanzminister bleibt der CSU-Politiker und enge Söder-Vertraute Albert Füracker. Die CSU gibt auch die beiden Ministerien für Schulen und Umwelt an die Freien Wähler ab.

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