WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Davos Merkel erwägt Rede beim Weltwirtschaftsforum

Bundeskanzlerin Angela Merke wird wohl doch zum Weltwirtschaftsforum nach Davos reisen. Zuletzt war die Reise wegen der anhaltenden Regierungsbildung fraglich – dabei könnte sie eine wichtige Gegenspieler von Trump sein.

Die Bundeskanzlerin wird wahrscheinlich doch zum Weltwirtschaftsform nach Davos reisen. Quelle: dpa

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel wird womöglich doch im Januar zum Weltwirtschaftsforum nach Davos reisen. Mit Blick auf die sich abzeichnende Neuauflage der großen Koalition sagten Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters, die CDU-Chefin erwäge einen Auftritt bei dem hochrangig besetzten Treffen in dem Schweizer Skiort. Es sei aber noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Merkel könnte noch den SPD-Parteitag am nächsten Wochenende abwarten, der grünes Licht für offizielle Koalitionsverhandlungen mit der Union geben soll. Allerdings regt sich in Teilen der SPD Widerstand gegen eine erneute große Koalition.

Das Weltwirtschaftsforum ist vom 23. bis 26. Januar angesetzt. Rund 60 Staats- und Regierungschefs werden erwartet. Im Fokus steht der Auftritt von US-Präsident Donald Trump, der vermutlich zum Ende der Konferenz sprechen wird. Er ist seit rund einem Jahr im Amt und hat seitdem viele Partner vor den Kopf gestoßen – die USA unter anderem aus einem Freihandelsabkommen mit asiatischen Ländern herausgeholt, das Weltklimaabkommen von Paris will er aufkündigen und den Atom-Deal mit dem Iran nachverhandeln.

Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron könnten in Davos Gegenpositionen zu Trump formulieren. Wegen der zähen Regierungsbildung zuhause war eigentlich erwartet worden, dass Merkel das Treffen zum dritten Mal in Folge meidet. Nun könnte es ihr Comeback auf der Weltbühne sein, nachdem sie sich hier seit der Bundestagswahl Ende September stark zurückgehalten hat. Trump wird am 25. Januar ab Nachmittag in Davos erwartet. Er wird unter anderem von US-Finanzminister Steve Mnuchin und Außenminister Rex Tillerson begleitet.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%