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Demonstrationen Klimaschützer besetzen RWE-Tagebau Garzweiler

Über 1000 Demonstranten gelangten am Samstag auf das Gelände des Tagebau Garzweiler. Der Energiekonzern RWE spricht von einem „Rechtsverstoß“.

Demonstranten sitzen am Rande des Braunkohletagebaus Garzweiler auf einer Landstraße. Quelle: dpa

GarzweilerKlimaschützer der Protestbewegung „Ende Gelände“ haben am Samstag den RWE-Braunkohle-Tagebau in Garzweiler besetzt. Nach Angaben der Organisation gelangten mindestens 1000 Anhänger der Bewegung auf das Gelände und blockierten den Tagebau komplett. Gleichzeitig soll die Hambach-Bahn besetzt worden sein. Das bestätigte ein Polizeisprecher.

Zudem ist die Kohleversorgung für das Kraftwerk Neurath unterbrochen, da Klimaschützer seit Freitagabend die entsprechenden Bahngleise besetzt haben. Die Demonstranten wollen ihrer Forderung nach einem sofortigen Kohleausstieg Nachdruck verleihen. Es sei nicht immer friedlich zugegangen, sagte der Polizeisprecher. Polizeiketten seien von den Klimaschützern durchbrochen worden.

RWE bezeichnete die Aktionen als Rechtsverstöße. „Das geht nicht“, sagte ein Sprecher. Die Aktivisten hätten sich schlimm verletzen können. „Davor haben wir eindringlich gewarnt.“ Die Demonstrationen seien außerdem unnötig, weil RWE dem Kohleausstieg nicht im Wege stehe. Vielmehr stehe man für den Kohleausstieg „Gewehr bei Fuß“.

Nach Angaben von „Ende Gelände“ waren am Samstag rund 6000 Klimaschützer unterschiedlicher Gruppen und Bewegungen an den Aktionen beteiligt. „Heute wird es ein grandioser Tag werden mit vielfältigen Protesten des zivilen Ungehorsams für Klimagerechtigkeit“, sagte „Ende Gelände"-Sprecherin Kathrin Henneberger.

Mehrere Tausend Menschen hatten bereits am Freitag in Aachen für mehr Engagement beim Klimaschutz demonstriert. Am Fußballstadion Tivoli versammelten sich vor allem Schüler, die dem Aufruf der Protestbewegung „Fridays for Future“ gefolgt waren, zu einer Abschlusskundgebung. „Fridays for Future“ hatte sich explizit mit der Bewegung „Ende Gelände“ solidarisiert und den zivilen Ungehorsam als legitime Protestform bezeichnet.

Mehr: Kohlegegner rufen zum mehrtägigen Klimacamp im rheinischen Revier auf. Die Polizei rechnet mit Tausenden Demonstranten und fürchtet illegale Aktionen.

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