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Denkfabrik

Weniger Kritik am Steuersystem

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Ost und West


So viel Steuern haben Sie 2012 bezahlt
Auf einem Kassenbon sind die Mehrwertsteuersätze von 7 und 19 Prozent zu sehen Quelle: dpa
Die Erklärung zur Festsetzung der Einkommenssteuer beim Finanzamt Quelle: dpa
 Ein Stromzaehler Quelle: dapd
Euro-Geldscheine liegen am 04.10.2006 neben einem Elektrostecker und einer Steckdosenleiste in Schwerin Quelle: dpa
Eine Besucherin raucht am Dienstag, 10. Juni 2008, eine Zigarette vor einer Kneipe in Tuebingen Quelle: AP
Zwei Frauen gehen an einem aus der Wendezeit stammenden verwitterten Wandbild mit dem Schriftzug "Gemeinschaftswerk Aufschwung Ost" entlang Quelle: dapd
Ein Gebaeudereiniger putzt am Freitag, 17. Juni 1999, die Fenster an einem Buerogebaeude in Koeln. Quelle: AP

69 Prozent der Bürger halten eine Vereinfachung des Steuersystems für besonders wichtig, 53 Prozent die Absenkung der Progression, 50 Prozent die Verringerung des Solis; hier gibt es allerdings gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen Ost und West. Da die große Mehrheit der Bürger nach wie vor fälschlicherweise davon ausgeht, dass der Soli zweckgebunden für Ostdeutschland eingesetzt wird, plädieren zwar 56 Prozent der westdeutschen, aber nur 24 Prozent der ostdeutschen Bevölkerung für seine Absenkung.

Die Bürger setzen ihre Prioritäten eindeutig bei Entlastungen bei den direkten Steuern, die großen Bevölkerungsgruppen zugutekämen, weniger bei einer stärkeren Belastung höherer Einkommen und Vermögen. Immerhin knapp die Hälfte der Bürger spricht sich jedoch auch für die Anhebung des Spitzensteuersatzes aus, 44 Prozent für die Wiedereinsetzung der Vermögensteuer. Die öffentliche Meinung ist hier jedoch keineswegs fest gefügt, sondern hängt von dem Informationsstand und der Ausgestaltung der Steuern ab.

Kein Aufstand gegen das System. Zur vergrößerten Ansicht bitte auf die Darstellung klicken.

Wenn die Information vorgeschaltet wird, dass der Spitzensteuersatz von 42 Prozent bei Alleinstehenden ab einem Jahreseinkommen von rund 53 000 Euro greift, bewerten nur 21 Prozent der Bürger diesen Satz als zu niedrig, dagegen 33 Prozent als angemessen und weitere 28 Prozent als zu hoch. Wenn zusätzlich darüber informiert wird, dass bei Einkommen über 250 000 Euro der Spitzensteuersatz um weitere drei Prozent Reichensteuer steigt, halten ihn dagegen nur neun Prozent für zu hoch, 36 Prozent für angemessen und 37 Prozent für zu niedrig.

Andere Optionen

Je weiter das Einkommen, ab dem der Spitzensteuersatz greift, von dem Durchschnittseinkommen entfernt ist, desto positiver wird eine Anhebung bewertet. Die Mehrheit will vor allem eines: sicher sein, dass sie von Änderungen des Steuersystems nicht negativ betroffen wird.

In Arbeit
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Grundsätzlich ist die überwältigende Mehrheit jedoch auch überzeugt, dass der Staat andere Optionen hat, um seine Finanzen zu sanieren. 81 Prozent der Bürger plädieren dafür, dass der Staat zunächst seine Ausgaben überprüft und begrenzt, ehe er Pläne entwickelt, wie die Einnahmen weiter gesteigert werden könnten.

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