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Desaströses Gutachten Jetzt ist der Berliner Pannen-Flughafen auch noch zu klein

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Servicestandards unter denen von Tegel

Der Flugsteig A-Plus nimmt den Betrieb auf
Lange sah es am Frankfurter Flughafen so aus. Jetzt ist der Flugsteig A-Plus fertig und erweitert das Terminal 1 insgesamt um circa 800 Meter nach Westen und umfasst eine Gesamtfläche von über 185.400 Quadratmetern. Quelle: Pressebild
Der Flugsteig A-Plus verfügt über sieben Positionen für Großraumflugzeuge, davon vier für die A 380 und drei für die A 340-600. Quelle: Pressebild
Der Erweiterungsbau ist eine von vielen Maßnahmen zur Sicherung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Flughafens Frankfurt, heißt es seitens des Flughafenbetreibers Fraport. Lufthansa-Chef Christoph Franz nannte den 560 Millionen Euro teuren Neubau überfällig. Zusammen mit der im Oktober 2011 eröffneten neuen Landebahn gelte auch für die umworbenen Transitpassagiere auf der Langstrecke wieder: „An Frankfurt, da kommt kein Mensch vorbei.“ Quelle: Pressebild
 Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU, M) und Stefan Schulte (l), Vorstandsvorsitzender der Fraport-AG, schneiden zusammen mit Lufthansa-Chef Christoph Franz Quelle: dpa
People are pictured next to moving walkways at the newly built A-Plus terminal section at the Fraport airport during a guided media tour Quelle: REUTERS
An insgesamt acht Tagen im September 2012 haben über 2.000 Testpassagiere den neuen Flugsteig A-Plus auf Herz und Nieren geprüft. Getestet wurden Wegeführung, Sicherheits- und Passkontrollen und Boarding. Die Testpassagiere kamen aus allen Altersklassen und hatten sich vorab per Internet für den Probebetrieb angemeldet. Quelle: obs
Besucher spiegeln sich in einer Scheibe der Senator-Lounge der Lufthansa im neuen Flugsteig A-Plus Quelle: dpa

Die Planungsmängel sind demnach so gravierend, dass "die Servicestandards unter denen von Tegel liegen werden". Das würde zu erheblichen Verspätungen am Großflughafen beitragen und den BER zu einem der "unpünktlichsten Flughäfen Deutschlands" machen. Der Flughafenexperte ist seit 18 Jahren mit der Planung von Großflughäfen beschäftigt. Er arbeitete an mehr als 40 Neubauprojekten mit. Als Manager bei Hochtief war er auch an der Ausschreibung für den Bau des BER-Terminals beteiligt.

Nach derzeitigen Schätzungen soll der Hauptstadt-Flughafen schon bald nach seiner Eröffnung rund 27 Millionen Passagiere befördern. Angesichts der knappen Kapazitäten beim Service ist der Flughafen nach Ansicht des Experten nur in der Lage, bis zu 17 Millionen Fluggäste "weitgehend störungsfrei" abzufertigen. Bei einer so geringen Passagierzahl würde sich der Airport allerdings betriebswirtschaftlich nicht rechnen, berichtet die "Welt".

Deutschland



Wie die Zeitung weiter berichtet, soll das Gutachten zu dem Schluss kommen, dass der BER als einziger Großflughafen für Berlin und Brandenburg nicht den Anforderungen gewachsen ist. Möglicherweise müsse man den alten Flughafen Schönefeld mitnutzen. Ursprünglich sollte der Hauptstadtflughafen am 3. Juni dieses Jahres eröffnet werden. Weil der komplexe Brandschutz nicht funktioniert, musste die Eröffnung mehrmals verschoben werden. Aktuell soll der Flughafen am 27. Oktober 2013 in Betrieb gehen.

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