Deutsche Mark Theo Waigel: D-Mark brachte Freiheit und Würde

Am 1. Juli 1990 kam für die DDR-Bürger die langersehnte D-Mark. 25 Jahre später würdigt Ex-Bundesfinanzminister Theodor Waigel den Einsatz der Deutschen Bundesbank bei der Einführung der D-Mark.

Ein Ein-D-Mark-Stück liegt neben einer Euro-Münze. Quelle: dpa

Ex-Bundesfinanzminister Theodor Waigel (CSU) hat den Einsatz der Deutschen Bundesbank bei der Einführung der D-Mark in der DDR gewürdigt. Sie habe damals alle logistischen Fragen - vom Transport bis zur Auszahlung der Gelder - glänzend gelöst, sagte er am Mittwoch auf einem Festakt des Institutes zum 25-jährigen Bestehen der deutsch-deutschen Währungsunion in Leipzig. Die D-Mark habe den Menschen im Osten Freiheit und menschliche Würde gebracht.

„Die schnelle Währungsunion der Bundesrepublik mit der DDR kam einer Schocktherapie gleich“, sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele. Doch sie sei notwendig gewesen, weil bis zum Januar 1990 mehr als 300 000 Menschen aus der DDR in den Westen übergesiedelt waren. Hätte sich diese Wanderungsbewegung unvermindert fortgesetzt, wären die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen für die beiden damaligen deutschen Staaten unabsehbar gewesen.

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Am 1. Juli 1990 - drei Monate vor der deutschen Wiedervereinigung - war die D-Mark auch in der DDR Zahlungsmittel geworden. Damit wurde ein tiefgreifender Umbau der ostdeutschen Wirtschaft und Gesellschaft eingeleitet. Löhne, Renten und Mieten wurden im Verhältnis 1:1 umgestellt, alle anderen Forderungen und Verbindlichkeiten im Verhältnis 2:1.

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