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Ehemaliger Arbeitsminister Blüm fordert Abschaffung der Riester-Rente und längere Lebensarbeitszeit

Exklusiv
Norbert Blüm, der frühere CDU-Arbeitsminister Quelle: imago images

Im Streit um die Reform des Rentensystems meldet sich der frühere CDU-Arbeitsminister Norbert Blüm zu Wort.

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Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche fordert Blüm eine Abschaffung der Riester-Rente, höhere Beiträge und ein Wegfallen des gesetzlichen Renteneintrittsalters. „Soll doch jeder so lange arbeiten wie er kann und will“, erklärte Blüm. Er habe das seinerzeit nicht gegen die FDP durchsetzen können. Blüm weiter: „Man sollte die Riester-Rente abschaffen und dafür die Beiträge erhöhen. Dann müssten sich auch die Arbeitgeber wieder stärker beteiligen.“

 Blüm lehnte ab, das Problem drohender Altersarmut durch eine von Beiträgen unabhängige Grundrente für Geringverdiener zu bekämpfen. „Die Beitragsfinanzierung war damals wie heute ein Moment der Emanzipation der Arbeiterklasse vom Wohlwollen des Staates.

Wer einzahlt, erwirbt einen Rechtsanspruch und ist nicht angewiesen auf Fürsorge,“ sagte er. Das Hauptproblem der Rentenversicherung sei der Mangel an Einnahmen. „Wenn Sie den Benzintank ihres Autos nicht voll machen, fängt der Wagen eben irgendwann an zu stottern“, so Blüm. „Das liegt dann aber nicht am Motor, sondern an der Tankfüllung.“ Die Rentenversicherung könne nicht alle sozialen Probleme lösen: „Sie ist eine Versicherung gegen Invalidität und Alter und kann nicht eine verfehlte Lohnpolitik nachträglich korrigieren.“

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