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Eigenheim-Zuschuss Staatlich gefördertes Baukindergeld bereits für fast 300.000 Familien

Gut zwei Jahre nach Einführung des Baukindergeldes haben nach jüngsten Zahlen der staatlichen Förderbank KfW bisher 291 855 Familien in Deutschland eine Zusage für den staatlichen Eigenheim-Zuschuss erhalten Quelle: dpa

Von einem „vollen Erfolg“ spricht Olaf Scholz. Hunderttausende Familien bekommen das staatliche Baukindergeld. Doch unumstritten ist die Leistung nicht.

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Gut zwei Jahre nach Einführung des Baukindergeldes haben nach jüngsten Zahlen der staatlichen Förderbank KfW bisher 291.855 Familien in Deutschland eine Zusage für den staatlichen Eigenheim-Zuschuss erhalten. Bis einschließlich November 2020 gewährte die KfW im Rahmen des seit September 2018 laufenden Programms Unterstützung in einer Gesamthöhe von 6,125 Milliarden Euro.

Eine KfW-Sprecherin in Frankfurt bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). Im laufenden Jahr erhielten den Angaben zufolge 106.638 Familien eine Zusage für Baukindergeld. Damit könnte die Zahl im Gesamtjahr ähnlich hoch werden wie 2019 als es 128.782 Zusagen von der KfW gab.

„Das Baukindergeld ist ein voller Erfolg“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) der Zeitung. „Wir haben fast 300.000 Familien geholfen, das eigene Zuhause zu finanzieren. Da der Mietwohnungsmarkt entlastet wird, sind das auch gute Nachrichten für Mieterinnen und Mieter.“



Seit dem 18. September 2018 winkt Familien für den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie der staatliche Zuschuss. Pro Kind gibt es 12.000 Euro, ausgezahlt in zehn Jahresraten zu je 1200 Euro. Insgesamt stehen 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Der Zuschuss konnte rückwirkend beantragt werden: von Eltern oder Alleinerziehenden, die seit dem 1. Januar 2018 eine Baugenehmigung erteilt bekommen oder einen Kaufvertrag unterschrieben haben. Im September verlängerte die Bundesregierung die Frist für das Baukindergeld um drei Monate.

Corona-bedingter Aufschub

Sie gilt jetzt nicht mehr bis Ende 2020, sondern bis Ende März 2021. Das bedeutet, dass die Leistung beantragen kann, wer bis zum 31. März 2021 eine Baugenehmigung erhält oder eine Immobilie kauft.

Anlass für den Aufschub ist die Corona-Pandemie wegen der sich die Erteilung von Baugenehmigungen und die Unterzeichnung von Kaufverträgen teilweise verzögert haben. Der Antrag auf Förderung kann noch bis Ende 2023 abgegeben werden.

An der Leistung war immer wieder Kritik laut geworden. So hieß es etwa, dass sie die Immobilienpreise weiter anfeuere oder dass Familien profitierten, die das Geld eigentlich nicht nötig hätten.

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Die mit Abstand meisten Baukindergeld-Zuschüsse flossen dem Bericht der „Rheinischen Post“ zufolge bisher in das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Dort wurden seit 2018 rund 61.500 Familien mit 1,3 Milliarden Euro gefördert. Auch in Bayern (42.400 Familien), Baden-Württemberg (39.400) und Niedersachsen (35.300) wurde das Baukindergeld demnach rege nachgefragt.

Am häufigsten beantragten Familien das Baukindergeld beim Kauf eines gebrauchten Eigenheims: Dies bezuschusste der Staat in rund 177.600 Fällen. Etwa 70.000 Familien erwarben mit staatlicher Hilfe ein neugebautes Haus, knapp 37.000 eine gebrauchte Eigentumswohnung. 7300 Käufer einer neuen Eigentumswohnung erhielten eine KfW-Zusage.

Mehr zum Thema: Das Baukindergeld hilft im Immobilienboom weiter. Doch längst nicht jede Familie hat Anspruch darauf. Das bringt Baukindergeld wirklich.

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