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Ein Jahr nach der Reform Immer mehr Kinder profitieren von Unterhaltsvorschuss

Wenn ein Elternteil keinen Unterhalt zahlt, können Alleinerziehende einen Vorschuss vom Staat bekommen. Davon profitieren immer mehr Kinder.

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Die Familienministerin fordert, dass die vom Staat gezahlten Leistungen von Unterhaltssäumigen zurückgezahlt werden. Quelle: Reuters

Berlin Ein Jahr nach der Reform des Unterhaltsvorschusses zieht die Bundesregierung eine positive Bilanz: Fast 300.000 zusätzliche Kinder und Jugendliche profitieren von den staatlichen Zuwendungen. Das geht aus dem Bericht des Familienministeriums über die Auswirkungen der Neuregelung hervor, den das Kabinett am Mittwoch verabschiedete. Der Bericht wird jetzt dem Bundestag vorgelegt.

Alleinerziehende können vom Staat Unterhaltsvorschuss bekommen, wenn der andere Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Seit Sommer 2017 haben Kinder bis zum 18. Lebensjahr darauf zeitlich unbegrenzt Anspruch - zuvor galt dies nur für Kinder bis zu zwölf Jahren für maximal 72 Monate. Gut 700.000 Kinder und Jugendliche kommen in den Genuss der Leistung.

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) sagte, die Reform verbessere die Lebensverhältnisse Alleinerziehender und ihrer Kinder. Allerdings müssten die Jugendämter auch effektiver als bisher Geld von denjenigen Eltern zurückfordern, die zahlen könnten, sich aber davor drückten. „Hier wollen wir die Daumenschrauben anziehen“, sagte Giffey und kündigte auch Fahrverbote für Unterhaltssäumige an - „nach dem Motto: Wer nicht zahlt, läuft.“

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