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Energiewende Welche Länder bei der Energiewende am weitesten sind

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Bayern holt auf

Der Aufbau eines stabilen Stromnetzes hat für das Gelingen der Energiewende nach wie vor höchste Priorität. Quelle: dpa

Mit Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern führen so auch die Länder, die auf fast allen Feldern Fortschritte vorzuweisen haben: Die Schwaben und Badener liegen beim Netzausbau im Plan, führen bei der Wärmedämmung von Gebäuden und setzen Energie höchst effizient ein. Mecklenburger und Vorpommern wiederum treiben die Ökostromerzeugung am intensivsten voran und haben von allen Flächenstaaten den modernsten Kraftwerkspark. Und die Bayern sind nicht nur mit ihren Plänen für moderne Gaskraftwerke führend. Nirgendwo sonst nutzen die Menschen so viele Pelletheizungen, Kellerkraftwerke und Wärmepumpen.

Wie Manager zur Energiewende stehen
Peter Löscher Quelle: dapd
Martin Kannegiesser Quelle: dapd
Jürgen Hambrecht Quelle: dapd
Johannes Teyssen Quelle: dpa
Martin Winterkorn Quelle: dpa
Hans-Peter Keitel Quelle: dpa
Jürgen Großmann Quelle: dapd

Saarland abgeschlagen

Auch andere Länder haben Stärken: Schleswig-Holstein hat die ausgeprägteste Erneuerbare-Energien-Branche. Bremen, Brandenburg und Sachsen investieren intensiv in die Forschung; Thüringen hat das attraktivste Angebot an Studiengängen. Nordrhein-Westfalen und Thüringen stellen als erste Länder Kataster für mögliche Standorte von Speicherkraftwerken zusammen. Und Hamburg plant mit dem Energiekonzern Vattenfall den Bau eines höchst innovativen Gas- und Dampfkraftwerks. Den größten Nachholbedarf hat das Saarland: Ein überalterter fossiler Kraftwerkspark, kaum grüne Energien und der verschwenderische Umgang mit Volt und Watt bringen dem Bundesland den letzten Platz ein.

Anteil der Bürger, die Erneuerbare-Energien-Anlagen in der Nachbarschaft akzeptieren (zum Vergrößern bitte Bild anklicken).

Ausbau des Stromnetzes bleibt die größte Baustelle

Doch grüne Energien allein reichen nicht, um die Liste anzuführen. Das zeigt sich in den Windländern Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Beide produzieren zwar Unmengen an Windstrom. Doch ihnen fehlen neue Leitungen, um die grünen Elektronen zu den Verbrauchszentren im Westen und Süden der Republik zu transportieren. Die Folge: Bei Sturm müssen die Windparks immer öfter vom Netz genommen werden. Allein in Schleswig-Holstein summierten sich die Entschädigungszahlungen an Windradbetreiber im vergangenen Jahr auf rund 20 Millionen Euro – Geld, das sich die Netzbetreiber bei den Stromkunden zurückholen.

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Eines ist indes sicher: An den Bürgern wird die Energiewende nicht scheitern. Die große Mehrheit, das zeigen Umfragen, ist sogar bereit, Windräder, Solarparks und Biogas-Anlagen in unmittelbarer Nachbarschaft hinzunehmen. Mehr noch: Wo die Politik zaudert und streitet, haben Bürger und Wirtschaft die Energiewende längst in die eigene Hand genommen. Auch das zeigt die Analyse der Siegerländer auf den nächsten Seiten.

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