Energiewende „Katastrophe für den Klimaschutz“ – Kritik an Reform bei Förderung der Gebäudesanierung

Das Wirtschaftsministerium will möglichst vielen Bürgern mit knappen Mitteln die Förderung ermöglichen. Allerdings sind dafür auch Abstriche notwendig, Das stößt auf Kritik.

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Angesichts steigender Handwerkerpreise und Materialkosten sei es fraglich, ob bei Herabsetzung der Fördermittel tatsächlich mehr Leute sanieren können. Quelle: dpa

An der Reform der staatlichen Förderung der Gebäudesanierung gibt es angesichts verringerter Sätze große Kritik. Die Deutsche Umwelthilfe sprach am Mittwoch von einer „Katastrophe“ für den Klimaschutz.

Für den Eigentümerverband Haus & Grund sagte Geschäftsführer Gerold Happ: „Wir begrüßen das Ziel, mehr Leute zu fördern, die Förderung zu vereinfachen und stetig zu halten. Angesichts steigender Handwerkerpreise und Materialkosten ist es aber fraglich, ob bei Herabsetzung der Fördermittel tatsächlich mehr Leute sanieren können.“

Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BAU, Robert Feiger, sagte der Funke-Mediengruppe: „In dieser kritischen Phase dem Energiespar-Engagement einen Dämpfer zu geben, wirkt wie eine energiepolitische Blutgrätsche.“ Wirtschaftsminister Robert Habeck wolle, dass das Thermostat heruntergedreht werde. „Gleichzeitig dreht er an der Schraube, die das Heizen effektiv macht.“

Das Wirtschaftsministerium hatte eine Reform der Förderung der Gebäudesanierung vorgelegt. Um möglichst vielen Bürgern angesichts knapper Haushaltsmittel den Zugang zu Förderung zu ermöglichen, seien „etwas verringerte Fördersätze“ notwendig.

Happ sagte, es werde viele geben, die die steigenden Kosten bei sinkender Förderung nicht mehr stemmen könnten. „Der Anteil, den die Leute selbst finanzieren müssen, wird gleich zweifach steigen, durch geringere Förderung und durch höhere Handwerker- und Materialkosten.“

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Umwelthilfe, sagte, man sei über die Änderungen fassungslos. „Während Minister Habeck von Energiesparen und Energieeffizienz spricht, schafft er hiermit de facto die Sanierung des Gebäudebestandes ab.“

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