Ergebnis schlechter als 2013 Gabriel als SPD-Chef bestätigt

Die SPD hat Sigmar Gabriel als SPD-Chef bestätigt. Allerdings war das Ergebnis schlechter als zwei Jahre zuvor.

Nach seiner Wiederwahl zum Parteivorsitzenden: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel beim Bundesparteitag der SPD. Quelle: dpa

Die SPD hat Parteichef Sigmar Gabriel bei seiner Wiederwahl abgestraft. Ein Bundesparteitag bestätigte den 56-jährigen Vizekanzler und Wirtschaftsminister in Berlin nur mit 74,3 Prozent Ja-Stimmen als Vorsitzenden der Sozialdemokraten. Es ist das schlechteste Ergebnis für Gabriel seit er an der SPD-Spitze steht.

Gabriel nahm das Wahlergebnis an und bekräftigte, er werde daran festhalten, dass die SPD eine Politik für die arbeitende Mitte machen müsse. 25 Prozent der Delegierten wollten seinen Kurs nicht mittragen, sagte Gabriel. "Aber jetzt ist mit Dreiviertelmehrheit der Partei entschieden, wo es langgeht, und so machen wir es jetzt auch. Deshalb nehme ich die Wahl an."

Gabriel hatte die SPD zuvor in einer mehr als eineinhalbstündigen Rede zu Kampfeswillen aufgerufen. Auf Attacken gegen den Koalitionspartner Union verzichtete er weitgehend.

Stattdessen ergriff er kurz nach seiner Rede noch einmal das Wort und kritisierte in scharfer Form die Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Johanna Uekermann. Diese hatte Gabriel und ihrer Partei mangelnde Glaubwürdigkeit vorgeworfen. In Delegiertenkreisen hieß es, Gabriels scharfe Antwort habe ihm womöglich Punkte bei seiner Wiederwahl gekostet.

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