
Berlin Die von Nordrhein-Westfalen gekauften Steuer-CDs zeigen nach Angaben von Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD), dass Bürger zahlreicher EU-Länder Milliarden in der Schweiz untergebracht haben. Es gehe um Kontobestände von insgesamt 40 bis 50 Milliarden Schweizer Franken (37 bis 46 Milliarden Euro), sagte er dem Berliner „Tagesspiegel“. Das Geld sei „womöglich an den Finanzbehörden vorbei“ ins Ausland geflossen.
Nordrhein-Westfalen hatte wiederholt Datenträger mit Angaben zu Konten in der Schweiz gekauft. „Die von uns entdeckten Daten betreffen nicht nur Griechenland“, sagte Walter-Borjans. Nordrhein-Westfalen hatte im vergangenen Jahr dem griechischen Finanzministerium mehr als 10.000 Datensätze zur Verfolgung von Steuerhinterziehung zur Verfügung gestellt. Dabei gehe es um bis zu vier Milliarden Schweizer Franken (3,7 Milliarden Euro), sagte der NRW-Finanzminister.