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Erster Wahlgang Angela Merkel zum dritten Mal zur Kanzlerin gewählt

Der Bundestag hat am Dienstag Angela Merkel zum dritten mal zur Bundeskanzlerin gewählt. Die CDU-Chefin erhielt im ersten Wahlgang mit 462 der insgesamt 631 Abgeordnetensitzen die erforderliche absolute Mehrheit - bei zusammen 504 Abgeordneten der großen Koalition von Union und SPD.

Das Kabinett steht fest
 Die amtierende Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel spricht beim Parteitag der CSU Quelle: dpa
Peter Altmaier Quelle: REUTERS
Die MinisterSigmar Gabriel2009 wurde er jüngster Parteichef seit Willy Brandt. Nun wird er ein neu zugeschnittenes Wirtschafts- und Energieministerium übernehmen und Vizekanzler werden. Der gelernte Lehrer war zudem mit 40 Jahren in Niedersachsen jüngster deutscher Ministerpräsident (1999-2003). Von 2005 bis 2009 erwarb er sich als Bundesumweltminister Ansehen und Expertise im Bereich erneuerbare Energien. Ein politisches Naturtalent und begabter Redner, der aber auch als launisch gilt. Kommt aus sogenannten schwierigen Verhältnissen, das hat ihn tief geprägt. Der Vater war überzeugter Nazi, Gabriel musste gegen seinen Willen nach der Trennung der Eltern zeitweise beim Vater leben. Lebt mit seiner zweiten Frau, einen Zahnärztin, und seiner kleinen Tochter in Goslar. Quelle: dpa
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier Quelle: dpa
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere sitzt auf dem Flug von Islamabad in Pakistan nach Kabul in Afghanistan in dem Cockpit einer Transall C-160 Quelle: dpa
Finanzminister Wolfgang Schäuble Quelle: AP
Ursula von der Leyen Die 55-Jährige wird künftig das Verteidigungsministerium von Thomas de Maizière übernehmen. Sie ist damit die erste Frau in diesem Amt. Als Staatssekretäre unterstützen sie Ralf Brauksiepe und Markus Grübel (beide CDU). Quelle: dpa

Angela Merkel ist mit großer Mehrheit zum dritten Mal zur Bundeskanzlerin gewählt worden. Allerdings stimmten etliche Abgeordnete der großen Koalition gegen die 59-jährige CDU-Chefin. Sie erhielt von 621 abgegebenen Stimmen 462 Ja-Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 74,39 Prozent. Für die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang reichten 316 Stimmen. Union und SPD haben 504 Sitze im neuen Bundestag.
Diesmal gab es 150 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen. Die gesamte Opposition von Linken und Grünen hat 127 Stimmen, wäre sie vollständig anwesend gewesen. Es muss damit auch mindestens 23 Gegenstimmen aus den schwarz-roten Reihen gegeben haben.
Jedoch bekam Merkel mehr Rückendeckung als 2005 zum Start ihrer ersten großen Koalition und Kanzlerschaft. Damals erreichte sie 64,97 Prozent - allerdings saß da auch noch die FDP mit im Parlament, so dass die schwarz-rote Mehrheit kleiner war. Am Dienstagvormittag erhielt Merkel die Ernennungsurkunde von Bundespräsident Joachim Gauck im Schloss Bellevue. Sie sollte dann im Bundestag vereidigt werden. Am Mittwoch fliegt die Kanzlerin zur ersten Auslandsreise dieser Amtszeit nach Paris.

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Die künftige Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) meinte, angesichts der großen Koalitionsmehrheit von 504 Sitzen sei die Gefahr immer groß, „dass einige sagen, es kommt ja nicht darauf an“. Das gelte wohl auch für ihre SPD-Kollegen. „Es ist ein gutes Ergebnis. Und das weiß die Kanzlerin auch“, sagte Hendricks bei Phoenix. Auch die Ernennung und Vereidigung der Bundesminister ist für Dienstag geplant, sowie am späten Nachmittag die erste Sitzung des neuen schwarz-roten Bundeskabinetts. Es ist die dritte große Koalition der Bundesrepublik nach 1966 und 2005. Vizekanzler wird SPD-Chef Sigmar Gabriel. Die CDU bekommt fünf Ministerien, die CSU drei und die SPD sechs.

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