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Essaypreis In welchem Verhältnis stehen Demokratie und Wirtschaft?

In welchem Verhältnis stehen Demokratie und Wirtschaft? Wie sieht ein Zusammenspiel aus, das der gesamten Gesellschaft nützt? Bewerben Sie sich jetzt für den Essaypreis von WirtschaftsWoche und Hertie-Stiftung.

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Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks 1989 prägte Francis Fukuyamas Formel vom „Ende der Geschichte“ unseren Blick auf die Welt: Der Kalte Krieg war zu Ende und der Sozialismus besiegt, die Demokratie war auf dem Vormarsch und die liberale Marktwirtschaft stand konkurrenzlos da. Alles, was es jetzt noch brauchte, so schien es, war ein bisschen Zeit und etwas smarte Governance – schon bald würden alle Länder dieser Erde von den Vorzügen demokratischer Verfahren und Marktordnungen angetan sein.

Spätestens seit der globalen Finanzkrise von 2008 überzeugt diese Erzählung nicht mehr. Die liberalen Demokratien des Westens haben ein Legitimitätsproblem, seit die Marktwirtschaft nicht mehr „Wohlstand für alle“ produziert und die Ungleichheit wächst, seit die Konzentration der Vermögen sich zuspitzt, frisches Kreditgeld kein Stück Zukunft mehr ins Heute zu zaubern vermag – und Kapital bevorzugt dorthin wandert, wo es die günstigsten Bedingungen für seine Vermehrung vorfindet.

So nehmen Sie am Essaypreis teil

Keine Frage: Kapitalismus und Demokratie bedingen einander nicht. Und die marktliberale Grundordnung des Westens ist heute mindestens vierfach herausgefordert: durch die Systemkonkurrenz mit China, durch die marktbeherrschende Macht digitaler Konzerne, durch die natürlichen Grenzen eines fossil befeuerten Wachstums – und durch ihre eigenen Bevölkerungen, die das Vertrauen in Politik und Parlamente, in Demokratie und Marktwirtschaft verlieren.

Wem gehört die Zukunft?

Vor diesem Panorama lädt die Hertie-Stiftung gemeinsam mit der WirtschaftsWoche dazu ein, das Zusammenspiel von Demokratie und Wirtschaft zu beleuchten: Wie viel Einbettung brauchen Märkte? Wie viel Ungleichheit verträgt die Demokratie? Wozu verpflichtet Eigentum? Bremsen demokratische Entscheidungen die Wirtschaft aus – oder ökonomische Entscheidungen die Demokratie? Wie demokratisch kann die Führung von Unternehmen sein? Begünstigt die Digitalisierung autoritäre Systeme oder freiheitliche Grundordnungen? Birgt die Coronakrise die Chance für einen Neuanfang – und wenn ja: Wie könnte er aussehen? Und wem gehört die Zukunft: dem chinesischen Staatskapitalismus, dem amerikanischen Venture-Kapitalismus oder der Sozialen Marktwirtschaft?

Wir laden neben Journalistinnen und Journalisten explizit auch Personen aus Universitäten und wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen, Think-Tanks, Unternehmen, Stiftungen, Verbänden, Gewerkschaften und NGOs dazu ein, Beiträge einzureichen. Eine hochkarätige Jury aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Journalismus wird entscheiden, welche Einsendungen prämiert werden. Beurteilt werden neben stilistischen Fragen vor allem Originalität und Relevanz der Fragestellung und der gezogenen Schlüsse. Die Gewinnertexte, die bisher noch nicht veröffentlicht wurden, werden in der Wirtschaftswoche publiziert. Darüber hinaus behalten wir uns vor, die prämierten Essays und möglicherweise auch die anderen Beiträge in anderen Formaten zu veröffentlichen.

Ihre Einreichung zum Essaypreis

Wenn Sie teilnehmen möchten, schicken Sie uns bitte Ihren Essay als PDF-Dokument im Anhang sowie eine kurze Beschreibung Ihrer Person (direkt in der Mail) an

Mit der Einsendung bestätigen Sie, dass Sie die Teilnahmebedingungen und die Hinweise zum Datenschutz gelesen haben und diesen zustimmen.

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