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EU-Urheberrechtsreform Grünen-Chef Habeck will Lizenzvereinbarungen statt Upload-Filter

Der Grünen-Chef fordert, dass Urheber angemessen an den Erlösen von Lizenzierungen beteiligt werden. Seine Partei lehnt die EU-Reform ab.

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Der Upload-Filter führe zwar zur Löschung von Inhalten, aber nicht zu mehr Einnahmen für Urheber, so Habeck. Quelle: dpa

Berlin Grünen-Chef Robert Habeck dringt auf eine Alternative zur geplanten Reform des europäischen Urheberrechts, um die Urheber zu stärken. Damit das Urheberrecht im Netz greife, müssten die großen kommerziellen Plattformen verpflichtend Lizenzvereinbarungen mit Verwertungsgesellschaften abschließen, sagte Habeck am Montag in Berlin.

„Vor allem sollten Urheberinnen und Urheber angemessen an den Erlösen von Lizenzierungen beteiligt werden“, erklärte er. Heute bekämen zum Beispiel Musiker oft nur einen Hungerlohn von den Erlösen ab. „Deshalb braucht es eine umfassende Reform des Urhebervertragsrechts und der Verwertungsgesellschaften wie Gema oder VG Wort“, so Habeck. „Zum Beispiel brauchen Urheberverbände ein echtes Verbandsklagerecht.“

Die in der EU-Urheberrechtsrichtlinie vorgedachten Upload-Filter seien der falsche Ansatz. „Sie führen zur Löschung von Inhalten, aber nicht zu mehr Einnahmen für Urheberinnen und Urheber.“ Die auf dem Tisch liegenden Pläne lehnten die Grünen deshalb ab.

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