WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Euro Bundesbank lehnt Beteiligung an neuen Griechenland-Hilfen ab

Seite 2/2

EU- Währungskommissar Olli Rehn mahnte Kompromissbereitschaft an. Er erwarte, dass es am Ende eine Beteiligung privater Gläubiger auf freiwilliger Basis geben wird. Die deutsche Forderung, wonach auch Banken, Versicherungen und Pensionsfonds einen Teil des zweiten Rettungspakets tragen sollten, werde zwar nicht von allen EU-Staaten geteilt, sagte Rehn in einem Interview der „Süddeutschen Zeitung“. „Wir sind aber nicht so weit von einer gemeinsamen Lösung entfernt, wie manche glauben.“

So werde eine Vereinbarung nach dem Vorbild der Wiener Initiative vorbereitet, wonach die Banken ihre griechischen Anleihen auf freiwilliger Basis länger behalten sollen. „Wir sind bereit, eine Lösung zu prüfen, die auf einer freiwilligen Verlängerung der Laufzeiten von Staatsanleihen beruht und unter keinen Umständen zu einem Kreditausfall führt.“

Die Frage einer Beteiligung privater Gläubiger an weiteren Milliarden-Hilfen für das von einer Staatspleite bedrohte Griechenland wird auch Thema bei einem Sondertreffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel sein. Überschattet werden die Beratungen durch eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die Ratingagentur Standard & Poor's. Sie nahm am Montag die Bewertung für langfristige Hellas-Staatsanleihen um drei Stufen auf CCC zurück. Damit ist Griechenland nun das Land mit dem weltweit schlechtesten Kreditrating von S&P.

Inhalt
Artikel auf einer Seite lesen
Zur Startseite
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%