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Euro-Rettung „Auch gegen Widerstand aus den eigenen Reihen“

Ex-Finanzminister Manfred Lahnstein fordert stärkeren Einsatz der EZB zur Rettung des Euro.

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Ex-Politiker Manfred Lahnstein Quelle: dpa

Der ehemalige Finanzminister Manfred Lahnstein hat Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert, sich für einen stärkeren Einsatz der Europäischen Zentralbank zur Rettung des Euro einzusetzen. Dies müsse sogar "gegen Widerstand" aus den eigenen Reihen geschehen, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt.

Nach Ansicht des SPD-Politikers und Beraters besteht keine akute Inflationsgefahr. Außerdem hält er es für möglich, dass die EZB schwache Euro-Staaten mit relativ hohen Renditen beim Ankauf von Staatsanleihen und der Drohung, dieses Programm einzustellen, zur haushaltspolitischen Disziplin anhalten kann. Lahnstein vertritt die Ansicht, dass selbst Euro-Bonds heute die Märkte nicht mehr überzeugen könnten. Die Alternative zu einem stärkeren Einsatz der EZB sei daher, dass "uns die gesamte Euro-Konstruktion mit völlig unabsehbaren Konsequenzen um die Ohren" fliege.

Auf der anderen Seite: Wenn die EZB das Überleben sichert, hält Lahnstein es für möglich, in "fast allen Ländern" die Staatshaushalte "in zwei oder drei Jahren" so in Ordnung zu bringen, dass die Märkte für öffentliche Anleihen wieder funktionieren.

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