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Eurozone Studie macht geringe Investitionen für gebremstes Wachstum verantwortlich

Höhere öffentliche Ausgaben hätten den Ländern der Euro-Zone stärkeres Wachstum beschert. Das zeigt eine Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung.

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Mehr als zehn Jahre nach Ausbruch der letzten Finanzkrise fehlten noch immer wirtschafts- und finanzpolitische Instrumente, um die Euro-Zone im Fall einer erneuten Krise effektiv zu stabilisieren, kritisieren die Studienautoren. Quelle: dpa

Zu geringe öffentliche Investitionen seit der Finanzkrise haben das Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone einer Studie zufolge spürbar gebremst. Wären in den vergangenen Jahren mehr öffentliche Investitionen getätigt worden, so hätte dies für die Länder der Euro-Zone erhebliche Wachstums- und Wohlstandsgewinne mit sich gebracht, teilte die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung als Auftraggeberin der Untersuchung am Donnerstag mit.

Von einer kombinierten Investitions- und Lohnpolitik würden insbesondere die vier großen Volkswirtschaften der Euro-Zone Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien profitieren. Für Deutschland wäre nach der vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erstellten Untersuchung eine Erhöhung der öffentlichen Investitionen seit 2014 ein um rund 1,3 Prozent höheres jährliches Bruttoinlandsprodukt möglich gewesen.

Mehr als zehn Jahre nach Ausbruch der letzten Finanzkrise fehlten noch immer wirtschafts- und finanzpolitische Instrumente, um die Euro-Zone im Fall einer erneuten Krise effektiv zu stabilisieren, kritisieren die Studienautoren. Anstatt Ungleichheiten abzubauen, setze man weiter auf Sparpolitik und Konkurrenz zwischen den Mitgliedsstaaten.

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