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Ex-SAP-Chef Kagermann "2012 wird es ernst"

Der ehemalige SAP-Chef Henning Kagermann, Multiaufsichtsrat und Berater der Bundesregierung sieht den Atomausstieg wackeln, fordert eine neue Rolle des Staates – und bescheinigt vielen Unternehmen, eine neuerliche Krise wie 2008 ohne Verluste überstehen zu können.

Henning Kagermann

WirtschaftsWoche: Herr Kagermann, kennen Sie Sirri Karabag?

Kagermann: Nein, wer soll das sein?

Das ist der Sohn eines türkischen Immigranten und einer Deutschen, der bisher die meisten Elektroautos in Deutschland auf den Markt gebracht hat: rund 600 umgebaute Fiat 500, die pro gefahrenen Kilometer sogar billiger sind als mit Verbrennungsmotor.

Ach ja, ich erinnere mich. In so einem Fiat habe ich schon mal gesessen. Von solchen Umbauten gibt es ja einige.

Zur Person Kagermann

Hatten Sie schon mit Jörg Mosolf zu tun?

Nein, tut mir leid.

Das ist ein schwäbischer Logistikunternehmer, der die Rohkarossen für den erfolgreichen Hamburger Elektroautobauer zusammenschweißt.

Wollen Sie ein Quiz mit mir veranstalten?

Nein, wir fragen uns nur, weshalb bei einer epochalen Entwicklung wie dem E-Auto die deutschen Paradekonzerne VW, Daimler und BMW hinter den Mittelständlern Karabag oder Mosolf zurückstehen.

Zunächst einmal freue ich mich über jeden, der sich konstruktiv mit dem Thema Elektromobilität beschäftigt. Meine Lebenserfahrung sagt mir aber: Bei Innovationen sind Schnellschüsse kein Garant für den Erfolg. Und was die großen Unternehmen anbetrifft, so haben die tolle Marken und einen Ruf zu verlieren.

Bei ihnen erwarten die Kunden auch bei Elektroautos, dass sie den Markenkern und ein besonderes Maß an Perfektion wiederfinden. Deshalb bereiten diese Unternehmen den Gang auf den Markt mit Elektroautos besonders gründlich vor. Was hat ein kleiner Anbieter dem gegenüber zu verlieren? Die Großserie ist eine völlig andere Herausforderung, als ein paar Autos umzubauen, die durchaus schön und nett sein mögen.

Elektroautos, die zu haben sind:

Elektroautos, die zu haben sind
VW e-Up! Quelle: Volkswagen
Porsche Panamera S E Hybrid Quelle: Porsche
Renault FluenceMarke: Renault Modell: Fluence Preis: ca. 25.950 Euro plus Batteriemiete von 79 €/Monat Reichweite (in km): 185 km Leistung (kw/PS): 70kW/95 PS Quelle: Presse
Mercedes SLS ed Quelle: Daimler
Renault TwizyMit futuristischem Design und ohne echte Türen kommt der Twizy daher. Der Zweisitzer ist besonders klein und wendig und für den Stadtverkehr konzipiert. Er kann an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden. Marke: Renault Modell: Twizy Urban Grundpreis (inkl. MwSt): ab 6990 Euro, zusätzlich fallen mindestens 50 Euro Batteriemiete pro Monat an Reichweite (in km): 100 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 80 Stromverbrauch (kWh/100km): 6,3 Quelle: dapd
Smart ed Quelle: Daimler
Kangoo RapidDer Elektro-Kangoo soll den städtischen Lieferverkehr sauberer und leiser machen. Er bietet mit bis zu 3,5 Kubikmetern Laderaum soviel Platz wie sein konventioneller Dieselbruder. Das ist möglich, weil die Batterien im doppelten Ladeboden verschwinden. Mit 60 PS ist der Elektro-Kangoo ausreichend schnell.   Marke: Renault Modell: Kangoo Rapid Z.E. Grundpreis (inkl. MwSt): 15.100 (+ 86 Euro monatlich fürs Batterie-Leasing) Reichweite (in km): 160 Höchstgeschwindigkeit (km/h): 130 Stromverbrauch (kWh/100km): nicht bekannt Quelle: Presse
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