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Exklusive Umfrage So unbeliebt ist die Rente mit 68

Ältere Besucher der Bundesgartenschau 2015 sitzen während einer Pause auf Stühlen. Quelle: dpa

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey zeigt, dass mit der Aussicht auf längeres Arbeiten im Wahlkampf nichts zu holen ist.

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Seit der Wissenschaftliche Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag sein Gutachten zur Rentenpolitik veröffentlichte, hat der Wahlkampf ein neues, wenn auch altbekanntes Thema: die Rente. Dass die besonders leidenschaftlich debattierte Schwelle eines Renteneintrittsalters von 68 allenfalls am Rande des Papiers vorkommt, tut der Debatte keinen Abbruch.

Sicher ist: Mit der Forderung nach einer längeren Lebensarbeitszeit, um die Rentenkasse zu entlasten, ist im Werben um Wählerinnen und Wähler nichts zu gewinnen. Das zeigen neue, exklusive Zahlen des Meinungsforschungsinstituts Civey: Auf die Frage, wie sie den Vorschlag bewerten, antworten gerade einmal 20,5 Prozent der Befragten positiv. 8,6 Prozent sind unentschieden. Die übergroße Mehrheit von 70,9 Prozent betrachtet die Reformidee negativ.

Besonders deutlich wird das politische Gefahrenpotenzial beim Blick auf verschiedene Altersgruppen. Die größte Ablehnung (76,5 Prozent negativ) erfährt die Rente mit 68 bei den 50- bis 64-Jährigen, also in der erweiterten Babyboomer-Generation. Kein Wunder: Sie könnte von einer solchen Reform, je nach Alter, noch selbst betroffen sein. 



Noch die vergleichsweise besten Zustimmungswerte (27,1 Prozent positiv) bekommt der Vorstoß unter denen, die nichts mehr zu befürchten haben, weil sie bereits im Ruhestand sind: der Altersgruppe 65 plus.

Und auch, wenn man die Deutschen nach Wahlabsicht befragt, ist der Tenor über alle Parteien hinweg deutlich negativ. Unter Unions- und FDP-Anhängern findet die Rente mit 68 zumindest noch rund ein Viertel Befürworter (Union: 26,2 Prozent positiv; FDP 24,5 Prozent). Unter denen anderer Parteien sind die Werte  jedoch zum Teil deutlich magerer.

Mehr zum Thema: Mit Zusatzbeiträgen will unser Leser die Rente aufbessern. Nun wird ein höheres Rentenalter diskutiert. Wären seine Zuzahlungen dann unattraktiv? Rentenberater Andreas Irion beruhigt.


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