WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Fall Skripal USA und Deutschland weisen russische Diplomaten aus

Die russische Botschaft in Berlin. Quelle: dpa

Die Bundesrepublik weist vier russische Diplomaten aus. Grund sei der Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien und die fehlende Bereitschaft Russlands bei der Aufklärung des Falls zu helfen.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:

Deutschland weist wegen des Giftanschlags auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter in Großbritannien vier russische Diplomaten aus. "Wir haben heute vier russische Diplomaten aus Deutschland ausgewiesen. Denn nach dem Giftanschlag von Salisbury trägt Russland noch immer nicht zur Aufklärung bei", erkläre das Auswärtige Amt in Berlin.

Eine Antwort aus Moskau ließ nicht lange auf sich warten. Großbritannien will nach russischer Darstellung mit dem Fall um den vergifteten Ex-Agenten Sergej Skripal die Beziehungen der EU zu Russland untergraben. „Das Land, das die EU verlassen will, missbraucht den Faktor der Solidarität“, schrieb die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Facebook. Großbritannien zwinge die verbleibenden EU-Staaten dazu, mit Sanktionen die Zusammenarbeit mit Russland zu erschweren.

Die EU-Staaten bereiten weitere Strafmaßnahmen gegen Russland vor. Aus Diplomatenkreisen verlautete am Montag, etwa ein Dutzend Staaten, darunter die baltischen, bereiteten die Ausweisung russischer Diplomaten vor.

Die 28 EU-Regierungen hatten in einer Erklärung des EU-Gipfels am Freitag den Anschlag "in schärfster Weise" verurteilt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigten danach an, dass sie über weitere Strafmaßnahmen in den kommenden Tagen gemeinsam entscheiden würden.

Der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Montag, die Abstimmungen liefen noch. EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte erklärt, die nächsten Maßnahmen von Mitgliedsländern stünden ab Montag an. Russland hat den Vorwurf der EU zurückgewiesen, hinter dem Anschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter zu stecken.

Auch die USA weisen wegen des Falls Skripal 60 russische Geheimdienstmitarbeiter aus. Außerdem werde das russische Konsulat in Seattle geschlossen, gab das Weiße Haus in Washington bekannt.

Diesen Artikel teilen:
  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%