Fette Rabatte Politiker bekommen Dienstwagen zum halben Preis

51.000 Euro - mehr zahlt der Bund nicht für die noblen Staatskarossen der Spitzenpolitiker. Und kann die Wagen auch noch beinahe verlustfrei weiterverkaufen.

Welche Politiker fahren Dreckschleudern?
Barbara HendricksDie Bundesministerin für Umwelt geht voran: Barbara Hendricks fährt einen Audi A8 3.0 TDI clean diesel quattro, der 155g CO2/km ausstößt. Damit teilt sie sich den ersten Platz der umweltfreundlichsten Autofahrer im Kabinett mit... Quelle: dpa
Gerd Müller....Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). Er fährt ebenfalls einen Audi A8 3.0 TDI clean diesel quattro. Doch so richtig umweltfreundlich ist das nicht. Daher erhielten alle die „gelbe Karte“. Quelle: dpa
Johanna WankaAuch Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) fährt vorbildlich: Mit ihrem Mercedes Benz S350 BlueTEC 4MATIC in der langen Version und einem CO2-Ausstoß von 156 Gramm pro Kilometer landet sie auf Platz drei. Quelle: dpa
Andrea NahlesDen vierten Platz teilen sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD)... Quelle: dpa
Heiko Maas ...Justizminister Heiko Maas (SPD)... Quelle: dpa
Manuela Schwesig...Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD)... Quelle: dpa
Sigmar Gabriel...SPD-Chef und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel... Quelle: dpa
Hermann Gröhe... und Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). Sie alle fahren einen Audi A8L 3.0 TDI clean diesel L mit einem CO2-Ausstoß von 158 Gramm/km. Gröhe war im vergangenen Jahr noch der größte Klimasünder im Kabinett mit dem Audi-Vorgängermodell aus dem Jahr 2013 und 171g CO2-Ausstoß pro Kilometer. Quelle: dpa
Alexander Dobrindt Platz fünf für den Verkehrsminister: Diesen umweltschonenden Elektroflitzer BMW i3 fährt Alexander Dobrindt (CSU) nicht immer. Auf Langstrecken ist er mit einem BMW 530d xDrive Gran Turismo (Diesel) von 2014 unterwegs, der 163 Gramm CO2/km ausstößt. Quelle: REUTERS
Christian Schmidt Quelle: REUTERS

Ein neuer, nobler Audi, ein schicker Mercedes mit allem Schnick und Schnack - Normalsterbliche legen dafür mehr als 100.000 Euro hin. Nicht so der Bund: Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, kosten die Gefährte für die Regierung nur rund die Hälfte. Denn trotz Vollausstattung liegt die Obergrenze des Bundes bei Dienstwagenbeschaffungen bei 51.000 Euro.

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Dass die Wagen rund das Doppelte wert sind, wird über dicke Rabatte vonseiten der Autohersteller geregelt. Für sie ist der Image-Gewinn lohnend, wenn Spitzenpolitiker in ihren Limousinen vorfahren.

Dem Bericht zufolge können die Wagen zudem von der Verwertungsgesellschaft des Bundes (Vebeg) ohne größere Einschnitte weiterverkauft werden. In der Regel nutzen die Minister die Wagen rund ein Jahr, bevor sie unter das Volk gebracht werden.

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