Finanzministerium Ex-Wirtschaftsweiser Feld wird Berater Lindners

Der Wirtschaftsweise Lars Feld ist Wissenschaftler und Professor an der Universität Freiburg. Quelle: dpa

Bundesfinanzminister Lindner hat Lars Feld als seinen ökonomischen Berater vorgestellt. Er werde aber kein Ministeriumsmitarbeiter, sondern als Professor der Universität Freiburg unabhängig bleiben.

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Der frühere Vorsitzende der „Wirtschaftsweisen“ Lars Feld wird ökonomischer Berater von Finanzminister Christian Lindner (FDP). Er schätze Feld vor allem wegen seines ordnungspolitischen Kompasses, erklärte Lindner am Montag. „Stabile Staatsfinanzen und eine maßvolle Fiskalpolitik bilden die Grundpfeiler einer funktionierenden Sozialen Marktwirtschaft. Kaum ein anderer Ökonom in unserem Land hebt diesen Zusammenhang immer wieder so deutlich hervor wie Professor Lars Feld.“

Offiziell soll der 55-Jährige „Persönlicher Beauftragter des Bundesministers der Finanzen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung“ werden und Lindner bei der Bewertung makroökonomischer Fragen unterstützen. Feld habe sich als einer der profiliertesten Streiter für die Schuldenbremse und eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik hervorgetan, erklärte Lindner.

Lesen Sie auch, was Feld kurz vor der Bundestagswahl im WiWo-Interview zu Schuldenbremse und Stabilitätspakt sagte.

Feld soll ehrenamtlich für das Finanzministerium tätig sein und als Wissenschaftler unabhängig bleiben. Der „Badischen Zeitung“ sagte er, seine Professur am Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik und Ordnungsökonomik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg werde er behalten. Feld ist zudem Direktor des Walter Eucken Instituts. Der Wirtschaftswissenschaftler war bis Ende Februar Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Die Experten werden umgangssprachlich auch als die „Wirtschaftsweisen“ bezeichnet.

Mehr zum Thema: Bundesfinanzminister Christian Lindner gerät durch die hohe Inflation unter Druck. Ausgerechnet der Ausgleich der kalten Progression, ein liberales Herzensanliegen, dürfte ihm noch Ärger bereiten.

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