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Firmenpleiten Gemeldete Insolvenzen trotz Krise im April rückläufig

Im April sind 13,3 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen gemeldet worden. Das könnte auch an der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht liegen.

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Im April haben die Amtsgerichte 1465 Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Quelle: dpa

Trotz Coronakrise ist die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland zuletzt gesunken. Im April haben die Amtsgerichte 1465 Unternehmensinsolvenzen gemeldet, wie das Statistische Bundesamtes (Destatis) am Donnerstag mitteilte. Das sind 13,3 Prozent weniger als im April 2019.

„Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen durch die Coronakrise spiegelt sich somit bislang nicht in einem Anstieg der gemeldeten Unternehmensinsolvenzen wider“, erklärten die Statistiker. Ein Grund dafür sei, dass die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen seit dem 1. März ausgesetzt ist.

Neben den Pleite gegangenen Firmen meldeten 4857 übrige Schuldner im April Insolvenz an. Das waren 34,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Darunter waren 3283 Insolvenzanträge von Verbrauchern sowie 1257 Anträge von ehemals Selbstständigen, die ein Verbraucher- beziehungsweise ein Regelinsolvenzverfahren durchlaufen.

Dieser sehr große Rückgang der Anträge von Verbrauchern erklärt sich laut Destatis zum einen durch den eingeschränkten Betrieb der zuständigen Insolvenzgerichte während der Coronakrise und einer damit verlängerten Bearbeitungszeit. Zum anderen hätten Verbraucher ihren Insolvenzantrag wegen der Corona-Pandemie vielfach verschoben.

Auch für den Juni zeigen die vorläufigen Angaben zu den eröffneten Regelinsolvenzen wie bereits in den vorangegangenen Monaten eine deutliche Abnahme an Verfahren. Im Vergleich zum Juni 2019 sank die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren um 8,6 Prozent.

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