Flüchtlinge Bundesdatenschutzbeauftragte fordert hohen Datenschutz für Flüchtlinge

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Die Bundesdatenschutzbeauftragte Voßhoff warnt davor, beim geplanten Flüchtlingsausweis zu viele Daten abzufragen. Eine Exklusivmeldung.

Die Bundesdatenschutzbeauftragte Voßhoff warnt davor, beim geplanten Flüchtlingsausweis zu viele Daten abzufragen. Quelle: dpa

Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff warnt davor, beim geplanten Flüchtlingsausweis zu viele Daten abzufragen und zu speichern.

"Die Bundesregierung muss bei der Aufnahme und Weitergabe der persönlichen Daten der Flüchtlinge unbedingt auf den Grundsatz der Datensparsamkeit achten", sagte Voßhoff der WirtschaftsWoche. "Ich bin mir der aktuellen Problemlage in der Flüchtlingskrise bewusst, aber auch Flüchtlinge genießen selbstverständlich einen hohen Anspruch auf Datenschutz", so die CDU-Politikerin weiter.

Der Bundestag hatte am Donnerstag die Einführung eines einheitlichen Ausweises für alle Flüchtlinge in Deutschland beschlossen.

Damit sollen Probleme bei der Registrierung von Asylbewerbern gelöst und der Datenaustausch der zuständigen Behörden verbessert werden. Bis zum Sommer soll der neue Ausweis flächendeckend eingeführt sein. Gespeichert werden sollen neben den Personalien unter anderem Fingerabdrücke, Herkunftsland, Kontaktdaten, Gesundheitsinformationen wie Impfungen sowie Angaben über Ausbildung und Qualifikation.

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