Franken-Freigabe NRW-Städte fürchten zusätzliche Kosten von bis zu 900 Millionen Euro

Exklusiv

Nach der Freigabe des Schweizer Frankens drohen Kommunen in NRW zusätzliche Kosten aus Fremdwährungskrediten von insgesamt bis zu 900 Millionen Euro.

Eine Euro-Münze und ein Schweizer Franken Quelle: dpa

Das ergibt sich aus Berechnungen der WirtschaftsWoche auf der Basis von Erhebungen des NRW-Innenministeriums. Demnach haben die Kommunen des Bundeslandes insgesamt 1,8 Milliarden Euro Kredite in anderen Währungen aufgenommen, in erster Linie in Schweizer Franken.

Allein Essen drücken Kredite von rund 367 Millionen Euro in Franken, Bochum 180 Millionen und Münster 118. Städte wie Dorsten (85 Millionen) und Gladbeck (70) haben sich zu mehr als 20 Prozent in Franken verschuldet. Würden sie diese Kredite zu aktuellen Wechselkursen abbezahlen, müssten sie Preisaufschläge von maximal 50 Prozent hinnehmen.

Statements zur Franken-Freigabe der Schweizer Notenbank

Die Städte hatten auf die niedrigeren Zinskosten gesetzt und dabei einen stabilen Wechselkurs angenommen. Spätestens seit der Freigabe des Wechselkurses durch die Schweizerische Notenbank ist diese Annahme jedoch nicht länger zu halten.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%