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Geld und Politik Die Sponsorenjäger des Bundespräsidenten

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Frühe Sponsorensuche

Sektausschank auf dem Sommerfest des Bundespräsidenten Quelle: dpa

Schuhkonzern Deichmann zählte im Sponsoringkonzept nicht zu den Sach-, sondern zu den Finanzsponsoren. Er warb für seine sozialen Werke und präsentierte nicht Sandalen und Pumps, sondern die Aktivitäten der eigenen Entwicklungshilfe-Organisation „wortundtat“, die in Indien Schulen und in Moldawien eine Kinderklinik baut.

Deichmann hat allerdings nicht nur gute Erfahrungen gesammelt. War 2009 bei Regen das Zelt gut gefüllt, herrschte ein Jahr später bei strahlendem Sonnenschein Leere. Das hatte angesichts von Kosten in Höhe von 30.000 Euro (2009) und 40.000 Euro (2010) Konsequenzen: Nach der Besucherflaute entschied sich Deichmann 2011 nicht mehr dabei zu sein.

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    Aktuelle Debatte hatte keinen Einfluss

    Damit das nicht so bleibt ist CB.e-Mitarbeiter Roberto Freiberger – die Agentur hat den Auftrag des Bundespräsidialamts bereits seit 2006 - wieder auf Sponsorenjagd für das Sommerfest des Bundespräsidialamts am 2. Juli.

    Eine Million Euro müssen insgesamt von Finanzsponsoren zusammenkommen, die Sachspenden entsprechen noch einmal einem Wert von rund 700.000 Euro. Freiberger sagt: „Wir achten darauf, dass es nicht ständig dieselben Unternehmen sind.“ Schwieriger geworden sei die Sponsorengewinnung trotz der aktuellen Wulff-Debatte nicht: „Wir führen erfolgreiche Gespräche. Das Sommerfest sei ja nicht an die Person des jeweiligen Bundespräsidenten, sondern an das Amt gebunden“.

    Begründet hatte die Sommerfest-Tradition Richard von Weizsäcker unter der Maßgabe, keine Steuergelder für das Event auszugeben. So ist es bis heute.

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