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Gendern „Sprache soll Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen“ – CDU-Ministerpräsident Hans gegen Gendersprache-Verbot

Hamburgs CDU-Vorsitzender hat ein Verbot von gendergerechter Sprache in Behörden, Schulen und Universitäten gefordert. Dem widerspricht Saarlands Regierungschef.

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Der saarländische Regierungschef warnte jetzt dagegen vor einer aufgeheizten Diskussion. Quelle: dpa

Im Gegensatz zum Hamburger CDU-Chef ist der saarländische CDU-Ministerpräsident Tobias Hans gegen ein Verbot sogenannter Gendersprache. „Bisher haben wir immer nur zu Männern geredet und Frauen einfach ungesagt mitgemeint. Das wird jetzt endlich anders. Das ist gut so. Warum sollen wir das verbieten?“, sagte Hans (43) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Hamburgs CDU-Vorsitzender Christoph Ploß (35) hatte kürzlich im „Spiegel“ ein Verbot von gendergerechter Sprache in Behörden, Schulen und Universitäten gefordert. Er wolle nicht, dass staatliche Einrichtungen eine grammatisch falsche, künstliche und ideologisch motivierte Gendersprache verwendeten, die das Trennende betone.

Der saarländische Regierungschef warnte jetzt dagegen vor einer aufgeheizten Diskussion. „Wir sollten diese Debatte nicht überhöhen und sie nicht ideologisieren. Nur weil man ein Gender-Sternchen schreibt, ist das nicht gleich Ausdruck eines linken Zeitgeistes. Sprache ist nicht links oder rechts. Sie soll Frauen und Männer gleichermaßen ansprechen.“ Er wirbt dafür, weibliche und männliche Formen zu verwenden. „Das ist sprachlich am schönsten.“

In Deutschland halten zwei Drittel (65 Prozent) nichts von einer stärkeren Berücksichtigung unterschiedlicher Geschlechter in der Sprache. Eine Umfrage mit diesem Ergebnis machte Infratest Dimap Mitte Mai für die „Welt am Sonntag“.

Gegner des Genderns lehnen etwa Formulierungen wie „Zuhörende“ statt „Zuhörer“ ab und sind dagegen, in der Schriftsprache große Binnen-Is („WählerInnen“) zu nutzen oder beim Sprechen eine Kunstpause vor der zweiten Worthälfte („Leser_innen“) zu machen. Und wie sehen Sie es?

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