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Gesundheitssystem NRW-Gesundheitsminister attackiert Kassenärztliche Vereinigungen

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) greift die Kassenärztlichen Vereinigungen an, die die Honorare der gesetzlichen Krankenkassen an die niedergelassenen Ärzte verteilen.

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„Die Kassenärztliche Bundesvereinigung ist zu der gesetzlich vorgesehenen Verteilung der Arzthonorare nicht in der Lage“, sagte der Minister in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. So erhielten die Ärzte in Nordrhein-Westfalen nur drei bis fünf Prozent mehr Honorar, „die besser verdienenden niedersächsischen Ärzte aber 18 Prozent“, kritisierte Laumann. „Die Ärzte haben kein Vertrauen mehr in das System.“ Der CDU-Politiker forderte die Ärzte auf, die Kassenärztlichen Vereinigungen zu Korrekturen zu zwingen. „Die Ärzte müssten aus eigenem Interesse mehr Druck machen.“

Der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wirft der Minister „Arroganz“ vor. Laumann: „Deshalb appelliere ich an die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen in Nordrhein-Westfalen, die Beiträge an den Bundesverband bis zu einer Gesprächsbereitschaft treuhänderisch zu verwalten.“

Zudem verlangt Laumann, „dass alle Kassenärztlichen Vereinigungen unter die Fachaufsicht der Länder gestellt werden“. Der CDU-Politiker: „So kann ich über das „wie“ eines Weges mitreden, statt nur bei Rechtsverstößen einzugreifen.“

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